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München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar hat im europäischen Handel am Freitagmorgen im Vorfeld des mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktberichts für April auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) ein frisches 20-Jahreshoch erreicht. Im weiteren Handelsverlauf fällt der Greenback jedoch zurück und notiert auf Tagessicht mittlerweile im Minus.

Damit befindet sich der US-Dollar aktuell auf dem besten Wege, den fünften Wochengewinn in Folge aufzuweisen. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen legen zum Wochenschluss oberhalb der psychologisch wichtigen Drei-Prozent-Marke zu und bewegen sich damit auf dem höchsten Niveau seit November 2018.

Im Fokus liegt zum Wochenschluss der um 14:30 Uhr MESZ anstehende US-Arbeitsmarktbericht für April. „Ich wäre nicht überrascht, wenn die Lohnsteigerungen erneut über dem Konsens liegen würden“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Stephen Innes, geschäftsführender Partner von SPI Asset Management. Dies der Markt dies als ein Zeichen für steigende Chancen auf eine Zinsanhebung um 75 Basispunkte bei der nächsten US-Notenbanksitzung im Juli interpretieren, heißt es weiter.
Die Federal Reserve Bank (Fed) hatte am Mittwoch zur Bekämpfung der hohen Inflation ihren Leitzins wie von Analysten im Konsens erwartet um 50 Basispunkte auf eine Spanne von 0,75 Prozent bis 1,00 Prozent angehoben. Der von einigen befürchtete große Riesen-Zinsschritt um 0,75 Prozentpunkte blieb aus.

Während EUR/USD am Freitag mit bislang 1,0581 im Hoch weiterhin oberhalb des am 28. April 2022 bei 1,0471 erreichten Fünfjahrestiefs notiert, weitet GBP/USD zum Wochenschluss seine jüngsten Verluste auf ein knappes Zweijahrestief bei 1,2275 aus (tiefster Stand seit Juni 2020). Die Bank of England (BoE) hatte am Donnerstag ihren Leitzins wie von Analysten im Konsens erwartet um 25 Basispunkte auf 1,00 Prozent angehoben. Nach der vierten Zinsanhebung in der Coronapandemie liegt der britische Leitzins nun so hoch wie zuletzt im Jahr 2009. Die BoE hatte zur Eindämmung der steigenden Inflation Ende letzten Jahres als eine der ersten Notenbanken an der Zinsschraube gedreht. Weiteren Zinsanhebungen folgten im Februar und März.

Wie am Freitagmorgen gemeldet wurde, ist der britische Halifax-Hauspreisindex im April um 1,1 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem Preiszuwachs um 0,7 Prozent gerechnet, nach zuvor plus 1,5 Prozent. Der Einkaufsmanagerindex für den britischen Bausektor sank im April auf 58,2 Punkte. Erwartet worden war hier im Konsens ein Wert von 58,0 Zählern, nach 59,1 Punkten im März. Bitte lesen Sie auch die aktuelle GBP/USD-News.

USD/JPY erholt sich mit bislang 130,81 im Hoch weiter in Richtung seines am 28. April 2022 bei 131,25 erreichten 20-Jahreshochs. Die Inflation zieht auch in Japan, wenn auch auf vergleichsweise niedrigem Niveau, an. Die Verbraucherpreis im Großraum Tokio stiegen im April in der Kernrate um 1,9 Prozent im Jahresvergleich – die höchste Inflationsrate seit März 2015. Analysten hatten im Konsens mit einer Teuerung um 1,8 Prozent gerechnet, nach einer Inflationsrate von 0,8 Prozent im März. Bitte beachten Sie auch die heutige USD/JPY-News.

Aus den USA wird am Freitagnachmittag u.a. der o.g. wichtige US-Arbeitsmarktbericht für April gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.