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München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar setzt seinen jüngsten Anstieg im europäischen Handel am Donnerstagvormittag fort und hat auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) ein frisches Zweieinhalbmonatshoch erreicht.

Der Greenback profitiert nach wie vor von der Aussicht auf eine früher als erwartet anstehende Straffung der US-Geldpolitik. Die Federal Reserve Bank (Fed) hatte vor rund zwei Wochen angekündigt, schon 2023 und damit eher als bislang geplant mit ersten Zinserhöhungen beginnen zu wollen. Zudem haben die Diskussionen um eine Verringerung der Anleihenkäufe begonnen.

Seit dem letzten US-Notenbanktreffen äußerten mehrere Fed-Mitglieder, dass sie sich auch bereits Ende 2022 einen ersten Zinsschritt vorstellen könnten, verwiesen aber oft auf den US-Arbeitsmarkt, der sich zuerst vollständig erholen müsse. Im Fokus liegt daher der am Freitag anstehende US-Arbeitsmarktbericht für Juni. Erwartet wird im Konsens, dass die Zahl der neu geschaffenen Stellen von 559.000 im Mai auf 675.000 im Juni gestiegen ist.

EUR/USD weitet am Donnerstagvormittag im Umfeld von Gewinnen des US-Dollars auf breiter Basis seine jüngsten Verluste auf ein frisches Zweieinhalbmonatstief bei 1,1836 aus. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe in der Eurozone ist im Juni von 63,1 auf 63,4 Punkte nach oben revidiert worden – ein neues Allzeithoch. Im Mai hatte der Index bei 63,1 Zählern notiert. Die Arbeitslosenquote im Euroraum sank im Mai überraschend auf 7,9 Prozent. Analysten hatten im Konsens mit einer Quote von 8,0 Prozent gerechnet, nach 8,1 Prozent im April. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

GBP/USD fällt ebenfalls auf ein frisches Zweieinhalbmonatstief bei 1,3772. Der britische Markit/CIPS-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe ist im Juni von 64,2 auf 63,9 Punkte nach unten revidiert worden. Im Mai hatte der Index bei 65,6 Zählern ein Rekordhoch erreicht.

USD/JPY hat mit bislang 111,49 in der Spitze ein frisches 15-Monatshoch erklommen. Die Stimmung in der japanischen Industrie hat sich im zweiten Quartal laut Tankan-Report verbessert – allerdings nicht so stark wie erwartet. Der Index, der die Stimmung in den großen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes misst, ist deutlich von fünf auf 14 Punkte gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem stärkeren Zuwachs auf 16 Zähler gerechnet.

Der Index für die großen Dienstleistungsunternehmen legte von minus einem auf plus einen Punkt zu (Konsens plus drei Zähler). Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in Japan im Juni ist von 51,5 auf 52,4 Punkte nach oben revidiert worden – der geringste Wert seit Februar. Im Mai hatte der Index bei 53,0 Zählern notiert.

USD/SEK setzt am Donnerstagvormittag nach dem unveränderten Zinsentscheid der schwedischen Riksbank seine Erholung der vergangenen Tage in Richtung seines am 18. Juni 2021 bei 8,6407 markierten Zweieinhalbmonatshochs fort. Im Hoch erreichten die Notierungen bislang 8,5851. Die Riksbank hat ihren Leitzins wie von Analysten im Konsens erwartet bei null Prozent belassen und unveränderte Zinsen bis 2024 in Aussicht gestellt. Auch das Volumen des Anleihenkaufprogramms bleibt unverändert bei 700 Milliarden schwedischen Kronen. Die Verbreitung des Coronavirus sei zurückgegangen und die wirtschaftlichen Aussichten hätten sich verbessert. Allerdings sei die Pandemie noch nicht vorbei, und es stehe zu erwarten, dass der Inflationsdruck in den kommenden Jahren zunehmen werde, wenn die wirtschaftliche Aktivität immer stärker werde. Sollten sich die Inflationsaussichten abschwächen, könnte die Geldpolitik auch expansiver gestaltet werden, heißt es im Begleitstatement. Bitte beachten Sie auch die heutige USD/SEK-News.

Aus den USA werden am Donnerstagnachmittag u.a. die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im Juni gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.