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Der US-Dollar macht im europäischen Handel am Freitagvormittag im Vorfeld des mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktberichts für Juli auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) einen Teil seiner jüngsten Verluste wieder wett. Längerfristig betrachtet handelt der Greenback oberhalb seines am 2. August 2022 erreichten Vierwochentiefs, nachdem der US-Dollar zuvor am 14. Juli 2022 ein 20-Jahreshoch markiert hatte.

Nachdem der Greenback in den vergangenen Monaten massiv von der Aussicht auf stark steigende US-Leitzinsen profitiert hatte, überwog zuletzt die Sorge, dass die aggressiven Zinsanhebungen das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen könnten. In der vergangenen Woche war dann gemeldet worden, dass die US-Wirtschaft im zweiten Quartal in eine Rezession gerutscht ist.

Im Fokus liegt zum Wochenschluss der US-Arbeitsmarktbericht für Juli, der um 14:30 Uhr MESZ zur Veröffentlichung ansteht. Analysten kalkulieren im Konsens damit, dass die Zahl der neuen Stellen (ex Agrar) von 372.000 im Juni auf 250.000 im Juli gesunken ist. Die Arbeitslosenquote wird unverändert bei 3,6 Prozent erwartet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne sollen auf Jahressicht um 4,9 Prozent und im Monatsvergleich um 0,3 Prozent gestiegen sein.

„Ein weit über den Erwartungen liegender Arbeitsmarktbericht sowie eine beträchtliche positive Überraschung bei den Daten zum durchschnittlichen Stundenlohn könnten den US-Dollar auf breiter Front stärken", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den leitenden Devisenstrategen bei der Saxo Bank, John Hardy.

EUR/USD gibt am Freitagvormittag einen Teil seiner gestrigen Gewinne wieder ab. Vom Hoch bei 1,0254 fällt das Währungspaar bislang bis zutiefst 1,0217 zurück. Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe Deutschlands ist im Juni trotz widriger Umstände um 0,4 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Rückgang um 0,3 Prozent gerechnet, nach minus 0,1 Prozent im Mai.

„Die Produktion ist nach wie vor durch die hohe Knappheit an Vorprodukten beeinträchtigt. Gestörte Lieferketten infolge des Kriegs in der Ukraine und anhaltender Verwerfungen durch die Corona-Krise führen nach wie vor zu Problemen beim Abarbeiten der Aufträge“, teilte das Statistische Bundesamt mit. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

GBP/USD fällt bislang bis 1,2123 im Tief zurück. Der britische Halifax-Hauspreisindex ist im Juli um 0,1 Prozent im Monatsvergleich gesunken, Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Anstieg um 1,2 Prozent gerechnet, nach plus 1,4 Prozent im Juni.

USD/JPY legt notierte bislang bei 133,48 im Hoch. Die über Nacht gemeldeten japanischen Wirtschaftsdaten sind gemischt ausgefallen. Während die japanischen Frühindikatoren im Juni enttäuscht haben, überraschten die Ausgaben privater Haushalte und die durchschnittlichen Nettoeinkommen positiv. Der Index der Frühindikatoren sank im Juni auf 100,6 Punkte. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Rückgang auf 101,0 Zähler gerechnet, nach 101,2 Punkten im Mai.

Die Ausgaben privater Haushalte stiegen im Juni um 3,5 Prozent im Jahresvergleich. Erwartet worden war im Schnitt ein Zuwachs um lediglich 1,5 Prozent, nach einem Rückgang um 0,5 Prozent im Vormonat. Die durchschnittlichen Nettoeinkommen erhöhten sich im Juni auf Jahressicht um 2,2 Prozent (Konsens plus 1,9 Prozent, nach plus 1,0 Prozent im Mai). Bitte beachten Sie auch die heutige USD/JPY-News.

Daten-Highlight im US-Handel am Freitagnachmittag ist der o.g. US-Arbeitsmarktbericht. Die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.