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Die Rallye des US-Dollars hat im europäischen Handel am Donnerstagvormittag eine Verschnaufpause eingelegt. Der Greenback fällt auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) von seinem zur Wochenmitte erreichten, frischen 20-Jahreshoch zurück.

Aus dem am Mittwochabend veröffentlichten Sitzungsprotokoll des letzten Notenbanktreffens der Federal Reserve Bank (Fed) geht hervor, dass die Ratsmitglieder der Auffassung waren, dass das Tempo der Zinserhöhungen beschleunigt werden müsse, weil sich die Inflationsaussichten verschlechtert hätten. Daher müssten die Zinsen auf ein Niveau steigen, das das Wirtschaftswachstum bewusst verlangsame. Es bestehe die Möglichkeit, dass ein noch restriktiverer geldpolitischer Kurs angemessen sein könnte, falls der erhöhte Inflationsdruck anhalten sollte, heißt es im Protokoll.

Laut FedWatch Tool der CME ist die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung um 75 Basispunkte bei dem nächsten US-Zinsentscheid am 27. Juli 2022 auf dann 2,25 bis 2,50 Prozent auf 96,3 Prozent gestiegen.

Nach zwei Tagen mit kräftigen Verlusten kann EUR/USD im europäischen Handel am Donnerstagvormittag ein wenig Boden gut machen. Vom zur Wochenmitte bei 1,0161 erreichten knappen 20-Jahrestief erholt sich das Währungspaar bislang bis 1,0221 im Hoch. Am Morgen ist gemeldet worden, dass die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe Deutschlands im Mai aufgrund von Rohstoffmangel und Problemen in den Lieferketten infolge des Krieges in der Ukraine und Lockdowns in China lediglich um 0,2 Prozent im Monatsvergleich gestiegen ist. Analysten hatten im Konsens mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet, nach plus 1,3 Prozent im April. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

GBP/USD erholt sich von seinem gestrigen Zweijahrestief bei 1,1875 bislang bis 1,1994 im Hoch. Der britische Halifax-Hauspreisindex ist im Juni um 1,8 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Erwartet worden war im Konsens ein Zuwachs um 0,7 Prozent, nach plus 1,0 Prozent im Mai. Soeben meldete die BBC, dass der schon länger um sein politisches Überleben kämpfende britische Premierminister Boris Johnson zurücktreten will.

USD/JPY bewegt sich im europäischen Handel am Donnerstagvormittag mit positiver Tendenz weiterhin in der Nähe seines am 29. Juni 2022 bei 137,00 erreichten 24-Jahreshochs. Im Hoch notierte das Währungspaar heute bislang bei 136,21. Die japanischen Frühindikatoren, die die wirtschaftliche Entwicklung auf Sicht von sechs Monaten vorhersagen, sind im Mai auf 101,4 Punkte gesunken. Analysten hatten im Konsens mit einem Rückgang auf 101,6 Zähler gerechnet, nach einem Viermonatshoch im April bei 102,9 Punkten. Bitte beachten Sie auch die heutige USD/JPY-News.

Aus den USA werden am Donnerstagnachmittag u.a. die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der ADP-Report mit der Beschäftigtenzahl (ex Agrar) im US-Privatsektor im Juni gemeldet. Die Daten können einen Hinweis auf den am Freitag anstehenden, offiziellen US-Arbeitsmarktbericht für Juni geben. Zudem stehen Reden von Fed-Vertretern auf der Agenda. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.