• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
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Der US-Dollar setzt zu Beginn der neuen Handelswoche auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) seine Erholung von dem am vergangenen Mittwoch markierten Sechswochentief fort, das der Greenback infolge von Anzeichen für eine sich abschwächende Inflation in den USA markiert hatte.

In der letzten Woche war gemeldet worden, dass die US-Verbraucherpreise auf Monatssicht im Juli unverändert waren, während die Inflationsrate auf Jahressicht von 9,1 Prozent im Juni auf 8,5 Prozent im Juli fiel. Die US-Erzeugerpreise sanken im selben Zeitraum auf Monatssicht um 0,5 Prozent.

Vertreter der Federal Reserve Bank (Fed) bemühten sich jedoch schnell, den zurückgegangenen Zinsanhebungserwartungen am Markt entgegenzuwirken. Die Fed sei „weit, weit davon entfernt, die Inflation für besiegt zu erklären", sagte der Präsident der Fed in Minneapolis, Neel Kashkari. An der seiner Meinung nach notwendigen Anhebung des Leitzinses auf 3,9 Prozent bis zum Jahresende und auf 4,4 Prozent bis Ende 2023 habe sich nichts geändert, hieß es weiter.

Der Präsident der Chicagoer Fed, Charles Evans, bezeichnete die Inflation als „inakzeptabel" hoch. Er glaube, dass die Fed ihren Leitzins in diesem Jahr wahrscheinlich auf 3,25 Prozent bis 3,50 Prozent und bis Ende nächsten Jahres auf 3,75 Prozent bis 4,00 Prozent anheben müsse. Dies entspricht dem, was Fed-Chef Jerome Powell nach der letzten Zinserhöhung im Juli signalisiert hatte. Derzeit liegt der US-Leitzins in einer Spanne zwischen 2,25 Prozent und 2,50 Prozent.

„Der Euro konnte seine Gewinne nach den amerikanischen Inflationsdaten, die auf der Unterseite überraschten, zum Ausklang der letzten Woche nicht ganz halten und testete die Marke von 1,03 nach unten. Für einen nachhaltigen Ausbruch aus der bisher etablierten Handelsrange von 1,01 bis 1,03 hat es also noch nicht gereicht. Die Konjunkturdaten, die der Kalender in dieser Woche bereithält, sollten auch nicht dafür sorgen, dass sich hieran groß etwas ändern sollte“, schreiben die Analysten der National-Bank im heutigen „Devisenbericht“.

EUR/USD fällt weiter von seinem am 10. August 2022 bei 1,0369 erreichten Fünfwochenhoch zurück. Im Tief wurde das Währungspaar bislang bei 1,0200 gehandelt. Am Montagmorgen ist gemeldet worden, dass die deutschen Großhandelspreise im Juli um 19,5 Prozent im Jahresvergleich gestiegen sind. Im Juni hatte die Teuerung bei 21,2 Prozent gelegen.

GBP/USD weitet zu Beginn der neuen Handelswoche seine jüngsten Verluste aus. Im Tief notierte das Währungspaar bislang bei 1,2068. Der britische Rightmove-Hauspreisindex ist im August um 1,3 Prozent im Monatsvergleich gefallen. Im Juli war ein Anstieg um 0,4 Prozent verzeichnet worden. Bitte lesen Sie auch die aktuelle GBP/USD-News.

USD/JPY erholt sich zu Beginn der neuen Handelswoche weiter von seinem am vergangenen Donnerstag bei 131,73 erreichten Wochentief. Im Hoch notierte das Währungspaar im europäischen Handel am Montagvormittag bislang bei 133,54. Die über Nacht aus Japan gemeldeten Wirtschaftsdaten sind gemischt ausgefallen.

Die japanische Wirtschaft ist im zweiten Quartal wieder gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg vorläufigen Daten zufolge um 0,5 Prozent im Quartalsvergleich, enttäuschte damit jedoch leicht die Konsensschätzung von plus 0,6 Prozent. Im ersten Quartal hatte das japanische BIP stagniert. Die Industrieproduktion kletterte im Juni endgültigen Daten zufolge um 9,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, nachdem zunächst ein Anstieg um 8,9 Prozent gemeldet worden war. Im Mai war die Industrieproduktion um 7,5 Prozent geschrumpft. Der aktuelle Zuwachs ist der erste seit März und zugleich der höchste seit Beginn der Aufzeichnungen. Bitte beachten Sie auch die heutige USD/JPY-News.

Aus den USA werden am Montagnachmittag der Empire State Manufacturing Index und der NAHB-Hausmarktindex im August gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.