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München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar setzt zum Wochenschluss auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) seine Rallye nach dem jüngsten geldpolitischen Entscheid der Federal Reserve Bank (Fed) vom Mittwochabend fort. Die seitdem gestiegenen US-Zinserwartungsaussichten haben dem Greenback jüngst ein frisches Anderthalbjahreshoch beschert.

Die Fed hatte zur Eindämmung der Inflation am Mittwochabend eine baldige erste Zinsanhebung angekündigt – voraussichtlich bei dem Märztreffen. US-Notenbankchef Jerome Powell gab sich zudem sehr hawkisch. War man am Markt bislang von drei oder vier Zinsanhebungen um jeweils 25 Basispunkte in diesem Jahr ausgegangen, so sind es nun fünf bis sechs.

Unterstützung bekam der US-Dollar zuletzt auch von starken US-Daten. Am Donnerstag wurde gemeldet, dass das US-Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal um 6,9 Prozent im Quartalsvergleich gestiegen ist. Erwartet worden war im Konsens ein Zuwachs um 5,3 Prozent, nach plus 2,3 Prozent im Vorquartal.

EUR/USD weitet am Freitag seine kräftigen dieswöchigen Verluste aus und hat bei 1,1120 jüngst ein Achtmonatstief erreicht. Zudem belasten den Euro schwächer als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten. Am Morgen ist gemeldet worden, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken ist – der erste Rückgang seit drei Quartalen. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg um 1,7 Prozent im dritten Quartal. Auf Jahressicht ergibt sich aktuell ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent, nach zuvor plus 2,9 Prozent.

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone ist im Januar auf 112,7 Punkte gesunken – ein Neunmonatstief. Erwartet worden war im Konsens hingegen ein Anstieg auf 114,5 Zähler, nach 113,8 Punkten im Dezember. Weitere Wirtschaftsdaten aus der Eurozone entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

Während sich GBP/USD leicht von seinem gestrigen Fünfwochentief bei 1,3357 bis bislang 1,3415 im Hoch erholt, setzt USD/JPY seinen jüngsten Anstieg auf ein Zweieinhalbwochenhoch bei 115,69 fort. Die Verbraucherpreise im Großraum Tokio sind im Januar in der Kernrate um 0,2 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem Zuwachs um 0,3 Prozent gerechnet, nach plus 0,5 Prozent im Dezember.

USD/CHF legt ebenfalls weiter zu, hat mit bislang 0,9323 im Hoch sein am Donnerstag bei 0,9338 markiertes Zweimonatshoch jedoch noch nicht wieder erreicht. Das von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich ermittelte KoF-Konjunkturbarometer ist im Januar auf 107,8 Punkte gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem Rückgang auf 106,0 Zähler gerechnet, nach 107,2 Punkten im Dezember. Die Aussichten für die schweizerische Wirtschaft seien damit weiterhin überdurchschnittlich und deutlich besser als im Januar 2021, erklärten die KoF-Ökonomen. Der Indikator habe allerdings in Frühjahr und Sommer noch höhere Werte erreicht. Zudem könnte die Omikronwelle das Bild noch trüben. Bitte beachten Sie auch die heutige USD/CHF-News.

Aus den USA werden am Freitagnachmittag u.a. das Konsumklima Uni Michigan im Januar sowie die Konsumausgaben im Dezember und der dazugehörige Preisindex, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.