• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
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  • GBP/USD - Kürzel: GBP/USD - ISIN: GB0031973075
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Der US-Dollar präsentiert sich zur Wochenmitte gegenüber den anderen Hauptwährungen weiter stark. Bei EUR/USD liegt mit heute 1,3341 im Tief weiterhin das am 6. August erreichte 2014er-Tief bei 1,3331 im Fokus. Während die Inflationszahlen aus den großen Volkswirtschaften der Eurozone weiterhin eine nur geringe Teuerung belegen und signalisieren, dass die Europäische Zentralbank (EZB) an ihrer ultralockeren Geldpolitik so schnell nichts ändern wird, sind auch die Vormittag aus der Eurozone gemeldeten Daten zur Industrieproduktion schwach ausgefallen. Gemeldet wurde für Juni ein Rückgang um 0,3 Prozent im Monatsvergleich. Erwartet worden war hingegen ein Anstieg um 0,5 Prozent, nach minus 1,1 Prozent im Mai.

GBP/USD hat seine anfänglichen Gewinne zunichte gemacht und notiert nun deutlich schwächer. Im Tief erreichte „Cable“ bislang 1,6723 – ein frisches Zweimonatstief. Die am Vormittag veröffentlichten britischen Arbeitsmarktdaten waren gut, aber nicht perfekt. Die Arbeitslosenquote in Großbritannien fiel im Juni im Dreimonatsschnitt wie von Analysten im Konsens erwartet von 6,5 Prozent auf 6,4 Prozent – die niedrigste Quote seit 2008. Zudem sank die Zahl der Arbeitslosengeldbezieher im Juli um 36.300 und damit stärker als im Konsens mit minus 29.700 erwartet (Vormonat minus 39.500). Das Haar in der Suppe waren jedoch die Löhne, die im Juni im Dreimonatsschnitt um 0,2 Prozent sanken. Erwartet worden war hier im Konsens ein Rückgang um 0,1 Prozent, nach einem Anstieg um 0,4 Prozent zuvor. Die Bank of England (BoE) hat bereits mehrfach signalisiert, dass sie einen stärkeren Anstieg der Löhne sehen will, bevor sie die Leitzinsen anhebt. Dies geht auch aus dem heute veröffentlichten BoE-Inflationsreport erneut hervor.

USD/JPY erreichte nach schwachen Daten zum japanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei 102,52 den höchsten Stand seit einer Woche. So ist die japanische Volkswirtschaft im zweiten Quartal des laufenden Kalenderjahres laut vorläufigen Daten wie erwartet um 1,7 Prozent im Quartalsvergleich geschrumpft. Maßgeblich verantwortlich für das dicke Minus ist der Einbruch der Konsumausgaben nach der Anhebung der Mehrwertsteuer von fünf auf acht Prozent im April. Der private Konsum macht rund 60 Prozent des japanischen Bruttoinlandsprodukts aus. Im ersten Quartal war das japanische BIP unter anderem aufgrund vorgezogener Käufe um 1,6 Prozent gestiegen.

USD/CHF legt ebenfalls zu und notierte bislang bei 0,9098 im Hoch. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für die Schweiz haben sich im Juli auf 2,5 Punkte verbessert. Im Vormonat Juni notierte der Index, der die Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung in der Schweiz auf Sicht von sechs Monaten widerspiegelt, bei 0,1 Zählern.

Die Norwegerkrone setzt hingegen ihre jüngste Rally am Mittwoch nach guten Wirtschaftsdaten aus Norwegen fort. USD/NOK notierte im Tief bislang bei 6,1384 – ein Sechswochentief. Die Einzelhandelsumsätze in Norwegen sind im Juni überraschend deutlich um 1,2 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet, nachdem die Einzelhändler in dem skandinavischen Land im Mai einen Umsatzrückgang um 0,9 Prozent im Monatsvergleich zu verbuchen hatten.

Mit Spannung erwartet werden die heute um 14:30 Uhr MESZ zur Veröffentlichung kommenden US-Einzelhandelsumsätze erwartet. Analysten kalkulieren im Konsens mit einem Anstieg um 0,2 Prozent im Monatsvergleich wie zuletzt. Um 16:00 Uhr MESZ folgen die US-Lagerbestände im Juni. Erwartet wird im Schnitt ein Zuwachs um 0,4 Prozent im Monatsvergleich, nach plus 0,5 Prozent im Mai.