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München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar ist auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) schwächer in die neue Handelswoche gestartet. Am Sonntag hatte der Gouverneur der Federal Reserve Bank (Fed) Christopher Waller erklärt, er stehe voll hinter den Bemühungen die Inflation zu senken und sei offen für eine weitere Zinserhöhung um 75 Basispunkte bei dem nächsten Notenbanktreffen der Fed im Juli. Eine noch drastischere Anhebung um 100 Basispunkte schloss er aus und warnte, dass die Märkte einen „Herzinfarkt" erleiden würden.

Waller ist als Falke bekannt, und seine Ablehnung einer Zinsanhebung um einen ganzen Prozentpunkt wird am Markt als Zeichen dafür gewertet, dass es in absehbarer Zeit innerhalb der Fed keinen Konsens für einen solchen Schritt geben dürfte, obwohl sowohl Finanzministerin Janet Yellen als auch Wallers Fed-Kollegin Loretta Mester jüngst erklärt hatten, dass die Inflation wahrscheinlich für den Rest des Jahres hoch bleiben werde.

In der vergangenen Woche hatte der US-Dollar im Umfeld von Zinserhöhungen mehrerer großer Zentralbanken ein frisches 20-Jahreshoch erreicht. Die Fed hatte ihren Leitzins am letzten Mittwoch auf eine Spanne von nun 1,50 bis 1,75 Prozent angehoben. Mit plus 75 Basispunkten war dies die größte Zinsanhebung seit 1994. Auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) erhöhte am Donnerstag überraschend ihren Leitzins um 50 Basispunkte, während die Bank of England (BoE) am selben Tag ihren Leitzins auf 1,25 Prozent anhob.

EUR/USD macht zu Beginn der neuen Handelswoche einen Teil seiner Freitagsverluste wieder wett. Im Hoch erreichten die Notierungen bislang 1,0543. Die am Montagmorgen gemeldeten deutschen Erzeugerpreise sind im Mai um 1,6 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem Preiszuwachs um 1,5 Prozent gerechnet, nach plus 2,8 Prozent im April. Auf Jahressicht ergibt sich mit einer Teuerungsrate von 33,6 Prozent der sechste Rekordanstieg in Folge.

Die Zahlen spiegeln die Auswirkungen des Ukraine-Krieges wider, wobei die Preise für Energie (insgesamt plus 87,1 Prozent), darunter Erdgas (plus 148,1 Prozent), Elektrizität (plus 90,4 Prozent) und Mineralölerzeugnisse (plus 55,8 Prozent), weiterhin am stärksten zum Preisanstieg beitrugen. Exklusive Energie legten die Erzeugerpreise gegenüber dem Mai 2021 um 16,5 Prozent zu. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

Während USD/JPY zwar nachgibt, mit bislang 134,53 im Tief aber weiterhin in der Nähe seines am 14. Juni 2022 markierten 24-Jahreshochs notiert, legt GBP/USD zu Beginn der neuen Handelswoche zu. Im Hoch wurde das Währungspaar bislang bei 1,2253 gehandelt. Der über Nacht gemeldete britische Rightmove-Hauspreisindex ist im Juni auf Monatssicht um 0,3 Prozent gestiegen. Im Mai hatte waren die Hauspreise um 2,1 Prozent gestiegen. Bitte beachten Sie auch die heutige GBP/USD-News.

Aus den USA werden am Montagnachmittag wegen des heutigen US-Feiertags keine Wirtschaftsdaten gemeldet. Der Präsident der Fed in St. Louis James Bullard spricht jedoch auf einer Veranstaltung in Barcelona. Die Details sowie andere Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.