• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,08730 $
  • GBP/USD - Kürzel: GBP/USD - ISIN: GB0031973075
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,24148 $
  • USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
    Börse: FOREX / Kursstand: 108,831 ¥

München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar fällt im europäischen Handel am Donnerstagvormittag auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar) zurück. Vor dem langen Osterwochenende stehen aus den USA mit den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe noch einmal wichtige Daten auf dem Programm, die coronabedingt ein Risiko für eine neue Hiobsbotschaft bergen. Nachdem sich in den beiden Vorwochen zusammengenommen rund zehn Millionen US-Amerikaner arbeitslos gemeldet hatten, rechnen Ökonomen für die letzte Woche nun weiteren mit 5,25 Millionen neuen Anträgen.

Die EU-Finanzminister wollen am Donnerstagnachmittag weiter über ein milliardenschweres Rettungspaket für die EU-Staaten beraten. Geplant ist ein Maßnahmenpaket im Volumen von rund 500 Milliarden Euro mit Hilfen für Arbeitnehmer (Kurzarbeiter-Programm), Unternehmen (Kredite der Europäischen Investitionsbank EIB) und Staaten (Eurorettungsschirm ESM). Eine gemeinsame Schuldenhaftung der Staaten im Rahmen so genannter Corona-Bonds lehnen die Nordländer bislang ab.

EUR/USD macht ein wenig Boden gut und wurde bislang bei 1,0882 im Hoch gehandelt. Die deutschen Exporte sind im Februar vor Zuspitzung der Corona-Krise überraschend um 1,3 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Rückgang um 0,9 Prozent gerechnet, nach einem unveränderten Wert im Januar. Der Überschuss in der deutschen Handelsbilanz stieg saisonbereinigt von 18,5 Milliarden Euro im Vormonat auf 21,0 Milliarden Euro (Konsens 20,3 Milliarden Euro). Bitte lesen Sie auch die ausführlichere EUR/USD-News.

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EUR/USD

GBP/USD legt ebenfalls zu, bleibt mit bislang 1,2419 im Hoch aber weiterhin seiner Ende März etablierten groben Handelsspanne zwischen 1,2150 und 1,2500 treu. Die britische Wirtschaft ist im Februar (und damit bereits vor Corona) überraschend um 0,1 Prozent im Monatsvergleich geschrumpft. Analysten hatten im Konsens auf dieser Basis mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,1 Prozent gerechnet, nach einem unveränderten Wert im Januar. Die Industrieproduktion legte im Februar um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat zu, nach einem Rückgang um 0,1 Prozent zuvor. Bitte beachten Sie auch die umfassendere GBP/USD-News.

USD/JPY notiert mit bislang 109,06 knapp im Plus. Die japanischen Werkzeugmaschinenaufträge sind im März um 40,8 Prozent im Jahresvergleich eingebrochen, nach einem Rückgang um 29,6 Prozent im Februar.

Neben den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe werden am Donnerstagnachmittag aus den USA unter anderem auch die Erzeugerpreise im März und das Konsumklima der Uni Michigan im April gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.