• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,10289 $
  • GBP/USD - Kürzel: GBP/USD - ISIN: GB0031973075
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  • USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
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  • USD/NOK - Kürzel: USD/NOK - ISIN: XC000A0AEZY9
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München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar muss im europäischen Handel am Donnerstagvormittag im Vorfeld der heute beginnenden Handelsgespräche zwischen den USA und China auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) deutlich Federn lassen. Bezüglich deren Ausgang gibt es gemischte Signale – positive wie negative.

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Einerseits hätten sich die chinesischen Vertreter laut Medienberichten pessimistisch gezeigt, dass ein umfassendes Handelsabkommen zustande komme, andererseits jedoch offen für ein Teil-Abkommen gezeigt, wenn keine Zölle mehr erhoben würden. Im Gegenzug bot China an, wieder mehr Agrarprodukte aus den USA zu erwerben. Zudem gab es Berichte, denen zufolge die chinesischen Delegierten die Gespräche möglicherweise bereits nach einem Tag beenden wollen.

In dem am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll der September-Notenbanksitzung der Federal Reserve Bank (Fed) heißt es, dass die Marktteilnehmer möglicherweise mit mehr Zinssenkungen rechneten, als die Zentralbank für die Belebung der Wirtschaft für notwendig erachte. Bislang hat die Fed im Juli und September zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte vorgenommen, um das seit zehn Jahren anhaltende Wachstum der US-Wirtschaft aufrechtzuerhalten. Laut FedWatch Tool der CME liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung in den USA bei dem nächsten Fed-Treffen Ende Oktober aktuell bei 82,8 Prozent.

Der Euro profitiert am Donnerstagvormittag von der US-Dollar-Schwäche auf breiter Basis. EUR/USD stieg erstmals seit dem 25. September wieder über die 1,10er-Marke und notierte bislang bei 1,1020 im Hoch. Jüngste Handelsbilanzdaten aus Deutschland offenbaren weitere Schwäche. Die Exporte sanken im August saisonbereinigt überraschend deutlich um 1,8 Prozent im Monatsvergleich. Der Überschuss in der Handelsbilanz sank saisonbereinigt von 20,2 Milliarden Euro im Juli auf 18,1 Milliarden Euro im August. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

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EUR/USD

GBP/USD erholt sich von seinem am 8. Oktober 2019 angesichts des drohenden No-Deal-Brexits bei 1,2194 erreichten Fünfwochentief. Im Hoch notierte das Währungspaar bislang bei 1,2249. Die am Vormittag gemeldeten Daten aus Großbritannien sind überwiegend schwächer ausgefallen als erwartet. Das britische Bruttoinlandsprodukt enttäuschte im August mit einem Rückgang um 0,1 Prozent im Monatsvergleich. Die Industrieproduktion sank im selben Zeitraum um 0,6 Prozent. Die Erzeugung im produzierenden Gewerbe ging um 0,7 Prozent zurück. Einzig die Handelsbilanz fiel mit einer Verringerung des Defizits von 1,68 Milliarden Pfund im Juli auf 1,54 Milliarden Pfund im August positiv ins Gewicht. Bitte beachten Sie auch die ausführlichere GBP/USD-News.

USD/JPY notiert mit 107,01 im Tief schwächer. Die japanischen Erzeugerpreise (CGPI) sind im September wie erwartet um 1,1 Prozent im Jahresvergleich gesunken, nach minus 0,9 Prozent im August. Die Maschinenaufträge gingen in der Kernrate im August um 2,4 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück. Erwartet worden war im Konsens ein unveränderter Wert, nach minus 6,6 Prozent im Juli.

USD/NOK fällt im weiteren Verlauf des europäischen Handels am Donnerstagvormittag im Verbund mit den US-Dollar-Verlusten auf breiter Basis ebenfalls zurück und notierte bislang bei 9,1228 im Tief. Zuvor hatte das Währungspaar bei 9,1810 ein frisches Rekordhoch erreicht. Die norwegischen Verbraucherpreise sind im September wie von Analysten im Konsens erwartet um 0,5 Prozent im Monatsvergleich gestiegen, nach einem Rückgang um 0,7 Prozent im August. Auf Jahressicht ergibt sich aktuell ebenfalls wie erwartet eine Teuerung um 1,5 Prozent, nach zuvor plus 1,6 Prozent. Bitte lesen Sie auch die heutige USD/NOK-News.

Der US-Wirtschaftsdatenkalender ist am Donnerstagnachmittag gut bestückt. Highlight sind die Verbraucherpreise im September. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender. Aufmerksamkeit gilt auch den US-chinesischen Handelsgesprächen.