• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,20930 $
  • GBP/USD - Kürzel: GBP/USD - ISIN: GB0031973075
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,39072 $
  • USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
    Börse: FOREX / Kursstand: 108,916 ¥
  • USD/CHF - Kürzel: USD/CHF - ISIN: XC0009652816
    Börse: FOREX / Kursstand: 0,90840 Fr

München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar erholt sich im europäischen Handel am Freitagvormittag auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) weiter von seinem gestern erreichten Zweimonatstief.

Der Greenback profitiert weiterhin von den gestern gemeldeten und optimistisch stimmenden US-Daten. Demnach ist das US-Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen (annualisiert) – das dritte Quartal in Folge mit einem Anstieg nach der coronabedingten Rezession im Frühling/Sommer 2020. Analysten hatten im Konsens auf dieser Basis mit einem Zuwachs um 6,1 Prozent gerechnet, nach plus 4,3 Prozent im Vorquartal. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank die dritte Woche in Folge und lag in der Woche bis zum 24. April bei 553.000. Erwartet worden war hier im Schnitt ein Wert von 549.000, nach 566.000 in der Vorwoche.

Hinzu kommt das diese Woche von US-Präsident Joe Biden angekündigte Sozialprogramm im Gesamtvolumen von 1,8 Billionen US-Dollar, mit dem Familien unterstützt werden sollen. Das Paket beinhaltet zahlreiche neue Sozialleistungen wie Kindergeld und eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Finanziert werden soll es unter anderem durch Steuererhöhungen für Spitzenverdiener und Vermögende.

EUR/USD setzt am Freitagvormittag seine gestern nach Erreichen eines Zweimonatshochs bei 1,2150 begonnene Korrektur fort. Im Tief wurde das Währungspaar bislang bei 1,2091 gehandelt. Die Wirtschaft in der Eurozone ist im ersten Quartal 2021 um 0,6 Prozent im Quartalsvergleich geschrumpft. Der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) fiel damit nicht so stark aus wie von Analysten im Konsens mit minus 0,8 Prozent erwartet, nach minus 0,7 Prozent im vierten Quartal 2020. Auf Jahressicht ergibt sich aktuell ein BIP-Rückgang um 1,8 Prozent (Konsens minus 2,0 Prozent, nach minus 4,9 Prozent im Vorquartal).

Die Inflation ist im Euroraum im April auf 0,6 Prozent im Monatsvergleich zurückgegangen (März 0,9 Prozent). Im Jahresvergleich beträgt der Anstieg der Verbraucherpreise wie erwartet 1,6 Prozent, nach zuvor plus 1,3 Prozent. Damit liegt die Inflationsrate auf Jahressicht so hoch wie seit April 2019 nicht mehr. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone sank überraschend von 8,2 Prozent im Februar auf 8,1 Prozent im März – der niedrigste Wert seit Juni 2020. Im Konsens war hingegen ein Anstieg auf 8,3 Prozent erwartet worden. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

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EUR/USD

Während GBP/USD bislang bei 1,3900 im Tief gehandelt wurde, fällt USD/JPY von seinem am Donnerstag bei 109,22 erreichten Zweiwochenhoch bislang bis 108,69 zurück. Die über Nacht aus Japan gemeldeten Wirtschaftsdaten sind überwiegend besser ausgefallen als erwartet. Der Jibun-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in Japan ist im April auf 53,6 Punkte gestiegen – der höchste Wert seit April 2018. Analysten hatten im Konsens mit einem Wert von 53,3 Zählern gerechnet, nach 52,7 Punkten im März. Die Industrieproduktion hat im März überraschend um 2,2 Prozent im Monatsvergleich zugelegt. Erwartet worden war hingegen im Konsens ein Rückgang um 2,0 Prozent, nach minus 1,3 Prozent im Februar.

Die Verbraucherpreise im Großraum Tokio sind im April in der Kernrate um 0,2 Prozent gesunken. Laut Konsensschätzung war mit einem unveränderten Wert gerechnet worden, nach minus 0,1 Prozent im März. Die Arbeitslosenquote ist im März überraschend auf ein Elfmonatstief bei 2,6 Prozent zurückgegangen (Konsens 2,9 Prozent wie zuletzt). Bitte beachten Sie auch die heutige USD/JPY-News.

USD/CHF notiert mit bislang 0,9078 im Tief weiterhin nahe seines gestrigen knappen Zweimonatstiefs bei 0,9077. Die schweizerischen Einzelhandelsumsätze sind im März überraschend um satte 22,6 Prozent gestiegen – der höchste Zuwachs seit Beginn der Datenreihe 2001. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Rückgang um 5,4 Prozent gerechnet, nach minus 6,6 Prozent im Februar. Die schweizerischen KoF-Frühindikatoren sind im April überraschend deutlich auf ein Allzeithoch bei 134,0 Punkten gestiegen. Im Konsens war ein deutlich kleinerer Zuwachs auf 119,5 Zähler gemeldet worden, nach 118,0 Punkten im März.

Der US-Wirtschaftsdatenkalender ist zum Wochenschluss gut bestückt. Auf der Agenda stehen u.a. die Konsumausgaben im März sowie der Chicagoer Einkaufsmanagerindex und das Konsumklima der Uni Michigan im April. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.