• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,08102 $
  • GBP/USD - Kürzel: GBP/USD - ISIN: GB0031973075
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,21941 $
  • USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
    Börse: FOREX / Kursstand: 107,000 ¥

München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar legt im europäischen Handel am Freitagvormittag auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) weiter zu. Der Greenback ist nach schwachen Daten vom US-Arbeitsmarkt und gemischten Wirtschaftsdaten aus China im Vorfeld neuer wichtiger US-Wirtschaftsdaten am Nachmittag weiterhin gefragt.

Am Donnerstag war gemeldet worden, dass in der vergangenen Woche weitere 2,98 Millionen US-Amerikaner Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt haben. Damit summiert sich die Zahl der US-Bürger, die seit Beginn der Corona-Krise ihren Job verloren haben, auf mehr als 36 Millionen.

China berichtete mit einem Anstieg der Industrieproduktion im April um 3,9 Prozent im Jahresvergleich von einer Wiederbelebung seiner Wirtschaft. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Zuwachs um 1,5 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang um 1,1 Prozent im März. Gleichzeitig gingen jedoch die Einzelhandelsumsätze mit minus 7,5 Prozent im Jahresvergleich weiter zurück. Erwartet worden war im Konsens ein Rückgang um 7,0 Prozent, nach zuvor minus 15,8 Prozent.

Das Verhältnis zwischen den USA und China bleibt in der Corona-Krise angespannt. US-Präsident Donald Trump warf China erneut vor, die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie nicht gleich an der Quelle gestoppt zu haben. Er sei sehr enttäuscht von China, mit Präsident Xi wolle er gerade nicht sprechen. Er drohte mit einem Abbruch aller Beziehungen und sagte, er sei nicht bereit, das Handelsabkommen zwischen den USA und China nachzuverhandeln, so Trump.

Nach den Verlusten der beiden vergangenen Handelstage stabilisiert sich EUR/USD zum Wochenschluss oberhalb der 1,08er-Marke. Die Wirtschaftsleistung der Eurozone ist im Zuge der Corona-Krise stark eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den 19 Ländern der Eurozone sank im ersten Quartal laut Revision um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal – der stärkste Einbruch seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1995. Damit bestätigte sich der Wert aus der ersten Veröffentlichung. Im vierten Quartal war die Wirtschaft noch um 0,1 Prozent gewachsen.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorquartal wie erwartet um 2,2 Prozent, nach einem unveränderten Wert im vierten Quartal. Die Zahl der Erwerbstätigen in der Eurozone ging im ersten Quartal sequenziell um lediglich 0,2 Prozent zurück. Analysten hatten im Konsens mit einem Minus von 2,0 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg um 0,3 Prozent zuvor. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

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EUR/USD

GBP/USD bewegt sich mit bislang 1,2190 im Tief weiterhin in der Nähe seines gestern bei 1,2165 erreichten Fünfwochentiefs. Der Yen legt zum Wochenschluss zu. USD/JPY notierte bislang bei 106,97 im Tief. Die über Nacht gemeldeten japanischen Erzeugerpreise (CGPI) sind im April um 2,3 Prozent im Jahresvergleich gesunken. Analysten hatten im Konsens mit einem Rückgang um 1,6 Prozent gerechnet, nach minus 0,4 Prozent im März. Bitte beachten Sie auch die heutige USD/JPY-News.

Der US-Wirtschaftsdatenkalender ist zum Wochenschluss noch einmal prall gefüllt. Highlights sind die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion im April sowie das Konsumklima der Uni Michigan im Mai. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.