• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,20424 $

München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar weitet im europäischen Handel am Donnerstagvormittag auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) seine gestrigen Gewinne aus.

Die US-Wirtschaft ist laut dem am Mittwochabend veröffentlichten Beige Book der Federal Reserve Bank (Fed) von Januar bis Mitte Februar in den meisten Distrikten moderat gewachsen. Die meisten Unternehmen blieben angesichts fortschreitender Impfungen gegen Covid-19 mit Blick auf die nächsten sechs bis zwölf Monate optimistisch. Mehrere Distrikte erwarteten in den kommenden Monaten Preisanstiege, hieß es.

Der Präsident der Fed in Chicago Charles Evans sagte, er sei wegen des Anstiegs der US-Anleihenrenditen nicht beunruhigt. Weil die Impfungen schneller voranschritten als geplant und sich die Wirtschaft dementsprechend auch schneller erholen sollte, basiere der Anstieg auf realen Faktoren. Und obwohl die Renditen zuletzt schnell gestiegen seien, seien sie langfristig betrachtet noch niedrig, so Evans.

Patrick Harker, Präsident der Fed in Philadelphia, rechnet vor 2023 nicht mit einer Zinserhöhung der US-Notenbank. „Ich kann nur für mich selbst sprechen, aber ich sehe keine Zinserhöhung im Jahr 2022", sagte Harker. Derzeit gebe es noch sehr viel Unsicherheit in der Wirtschaft.

Aufmerksamkeit gilt im weiteren Tagesverlauf den Äußerungen zur Geldpolitik von US-Notenbankchef Jerome Powell bei einer Wall-Street-Journal-Veranstaltung und den Fortschritten des von US-Präsident Joe Biden geplanten US-Konjunkturpakets im Volumen von 1,9 Billionen US-Dollar. Nach der Zustimmung des US-Repräsentantenhauses muss noch der US-Senat abstimmen. Die Debatte darüber soll heute beginnen.

EUR/USD knüpft an seine gestrigen Verluste an, hat mit bislang 1,2025 im Tief das am Dienstag bei 1,1991 erreichte Dreieinhalbwochentief jedoch noch nicht unterschritten. Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone sind im Januar um 5,9 Prozent im Monatsvergleich gesunken. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Rückgang um 1,1 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg um 1,8 Prozent im Dezember. Auf Jahressicht ergibt sich aktuell ein Rückgang um 6,4 Prozent. Erwartet worden war hier ein Minus von 1,2 Prozent, nach plus 0,9 Prozent zuvor. Die Arbeitslosenquote im Euroraum verharrte im Januar überraschend bei 8,1 Prozent. Ökonomen hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 8,3 Prozent kalkuliert. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

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EUR/USD

GBP/USD notierte bislang bei 1,3915 im Tief. Der Einkaufsmanagerindex für den britischen Bausektor ist im Februar stärker als erwartet auf 53,3 Punkte gestiegen und notiert damit deutlich oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Zuwachs auf 51,0 Punkte gerechnet, nach 49,2 Zählern im Januar.

USD/JPY setzt seinen jüngsten Anstieg fort und hat mit bislang 107,36 im Hoch ein frisches Siebenmonatshoch erreicht. Das japanische Verbrauchervertrauen ist im Februar überraschend deutlich auf 33,8 Punkte gestiegen – der höchste Wert seit Februar 2020. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Zuwachs auf 29,7 Zähler gerechnet, nach 29,6 Punkten im Januar. Bitte beachten Sie auch die heutige USD/JPY-News.

Aus den USA werden am Donnerstagnachmittag unter anderem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Auftragseingänge in der Industrie im Januar gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender. Zudem spricht US-Notenbankchef Jerome Powell ab 18:05 Uhr MEZ bei der o.g. Wall-Street-Journal-Veranstaltung.