• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,14526 $
  • GBP/USD - Kürzel: GBP/USD - ISIN: GB0031973075
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,37194 $
  • USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
    Börse: FOREX / Kursstand: 113,869 ¥

München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar weitet im europäischen Handel am Freitagvormittag auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) seine dieswöchigen Verluste auf ein frisches Zweimonatstief aus. Am Markt hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die US-Zinsanhebungserwartungen bereits eingepreist sind, während gleichzeitig Sorgen bestehen, dass die geplanten US-Zinsanhebungen das US-Wirtschaftswachstum beeinträchtigen könnten.

Lael Brainard hat am Donnerstag bei ihrer Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats zu ihrer Nominierung als stellvertretende Vorsitzende der Federal Reserve Bank (Fed) signalisiert, dass sich die Fed auf eine Zinserhöhung im März 2022 vorbereitet, um die zu hohe Inflationsrate unter Kontrolle zu bringen.

„Unsere Geldpolitik konzentriert sich darauf, die Inflation wieder auf zwei Prozent herunterzubekommen und gleichzeitig einen Aufschwung zu erhalten, von dem alle profitieren", sagte Brainard. „Das ist unsere wichtigste Aufgabe." Am Freitagnachmittag wird mit dem Präsidenten der New Yorker Fed, John Williams, ein weiterer Fed-Vertreter seine Meinung zur Geldpolitik der Fed äußern.

Die am Donnerstag veröffentlichten US-Daten haben ergeben, dass die US-Erzeugerpreise (PPI) im Dezember um 9,7 Prozent im Jahresvergleich gestiegen sind. In der Kernrate ergibt sich auf Jahressicht eine Teuerung um 8,3 Prozent – der höchste Wert seit Beginn der Datenreihe 2011. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung lag in dieser Woche mit 230.000 ebenfalls über der Konsensschätzung von 200.000.

EUR/USD hat im europäischen Handel am Freitag zunächst weiter zugelegt und mit 1,1483 im Hoch sein gestriges Zweimonatshoch bei 1,1482 noch ein wenig ausgeweitet, konnte aber die Gewinne nicht halten und notiert aktuell auf Tagessicht leicht im Minus. Die Handelsbilanz der Eurozone ist erstmals seit Januar 2014 ins Defizit gerutscht. Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, ergibt sich im November ein Defizit von 1,5 Milliarden Euro, nach einem Überschuss von 3,3 Milliarden Euro im Oktober.

Saisonbereinigt lag das Defizit bei 1,3 Milliarden Euro. Analysten hatten im Konsens auf dieser Basis hingegen einen Überschuss in Höhe von 1,5 Milliarden Euro erwartet. Im Vormonat war noch ein Überschuss von 1,8 Milliarden Euro erzielt worden. Die Importe stiegen stärker als die Exporte. Während die Ausfuhren im Berichtszeitraum um 3,0 Prozent zulegten, stiegen die Einfuhren um 4,5 Prozent. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

EUR/USD

GBP/USD setzt zum Wochenschluss seine Rallye fort, hat mit bislang 1,3743 im Hoch sein am Donnerstag bei 1,3749 erreichtes Zweieinhalbmonatshoch noch nicht überschritten. Unterstützung bekommt das Pfund von besser als erwartet ausgefallenen Daten aus der britischen Wirtschaft. So ist das Bruttoinlandsprodukt im November gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent gestiegen. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet, nach plus 0,2 Prozent im Oktober.

Die britische Industrieproduktion legte im November auf Monatssicht um 1,0 Prozent. Erwartet worden war im Konsens lediglich ein Plus von 0,2 Prozent, nach minus 0,5 Prozent im Oktober. Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe erhöhte sich im November um 1,1 Prozent im Monatsvergleich (Konsens plus 0,2 Prozent, nach plus 0,1 Prozent). Bitte beachten Sie auch die heutige GBP/USD-News.

USD/JPY setzt seine Talfahrt auf ein frisches Dreiwochentief bei 113,63 fort. Die japanischen Erzeugerpreise (CGPI) sind im Dezember auf Jahressicht um 8,5 Prozent gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem stärkeren Zuwachs um 8,8 Prozent gerechnet, nach plus 9,2 Prozent im November.

Aus den USA werden am Freitagnachmittag u.a. die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion im Dezember sowie das Konsumklima der Uni Michigan im Januar gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.