Der US-Dollar konsolidiert zum Wochenschluss im Vorfeld des um 14:30 Uhr MEZ anstehenden US-Arbeitsmarktberichts seine zuletzt gemachten Gewinne, die dem Greenback gegenüber den anderen Hauptwährungen jüngst neue Höchststände beschert haben.

    EUR/USD erholt sich vom gestern erreichten frischen Zweijahrestief bei 1,2364 bis bislang 1,2404 im Hoch. Gestern hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi angedeutet, dass die EZB an einem Kaufprogramm für Unternehmens- und/oder Staatsanleihen arbeitet. Bisher hatte die EZB nur Kaufprogramme für Kreditverbriefungen (ABS) und Covered Bonds angekündigt. Der Leitzins wurde am Donnerstag wie erwartet auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent belassen.

    GBP/USD erholt sich vom am Morgen erreichten Tief bei 1,5799 bislang bis zuhöchst 1,5848, während USD/JPY vom gestrigen frischen Siebenjahreshoch bei 115,52 bis bislang zutiefst 115,04 zurückfällt. USD/CHF gibt vom Donnerstag erreichten 16-Monatshoch bei 0,9738 bislang bis 0,9704 nach. Jüngste Daten aus der Schweiz sind gemischt ausgefallen. Während die Arbeitslosenquote im Oktober saisonbereinigt wie erwartet unverändert bei 3,2 Prozent lag, enttäuschten die Einzelhandelsumsätze im September mit einem Anstieg um lediglich 0,3 Prozent im Jahresvergleich massiv. Analysten hatten im Konsens mit einem stärkeren Zuwachs um 2,2 Prozent gerechnet, nach plus 1,4 Prozent im August.

    USD/NOK konsolidiert derweil sein bereits am Mittwoch markiertes Fünfeinhalbjahreshoch bei 6,9341. Die norwegische Industrie hat sich zuletzt wieder besser entwickelt. So stieg die Industrieproduktion in dem skandinavischen Land im September um 4,4 Prozent im Monatsvergleich, nach einem Rückgang um 0,6 Prozent im August.

    Highlight des Tages ist der um 14:30 Uhr MEZ anstehende US-Arbeitsmarktbericht für Oktober. Analysten erwarten im Konsens, dass im vergangenen Monat außerhalb der Landwirtschaft 229.000 Stellen neu geschaffen worden sind (September 248.000). Die Arbeitslosenquote wird unverändert bei 5,9 Prozent erwartet. Gleichzeitig wird auch der kanadische Arbeitsmarktbericht für Oktober veröffentlicht. Erwartet wird im Schnitt, dass die Zahl der Erwerbstätigen hier um 400 gestiegen ist, nach 74.100 im Vormonat. Die Arbeitslosenquote wird unverändert bei 6,8 Prozent erwartet. Zudem stehen am Freitagnachmittag Reden des Präsidenten der Federal Reserve Bank (Fed) in Chicago Charles Evans und der Fed-Chefin Janet Yellen auf dem Programm.