1. Der SZ-Euroland-Indikator hat es im August mit 4,04 Prozent erstmals seit Februar 2001 wieder geschafft, die Vier-Prozent-Hürde zu überspringen. Doch mit rund einem Zehntelprozentpunkt war dies im laufenden Jahr sein schwächster Anstieg.

2. Es sieht nun tatsächlich – wie schon das letzte Mal angedeutet – so aus, als ob das Konjunkturbarometer im Oktober wieder nach unten drehen würde. Denn insbesondere die Entwicklung der europäischen Aktienmärkte ist in den letzten Wochen und Monaten zu schwach gewesen. Zurzeit recht schwankungsanfällige Auftragseingänge und eine weiterhin vor sich hindümpelnde Differenz zwischen langen und kurzen Zinsen können dies nicht kompensieren. Die übrigen beiden Komponenten des Gesamtindikators – das Industrievertrauen und die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone – müssten folglich vollkommen unrealistische Zwischenspurts hinlegen, um die Gipfelbildung weiter hinauszuzögern.

3. Gleichzeitig ist festzuhalten, dass wir uns momentan in einem Boom befinden: Die Referenzreihe der geglätteten Industrieproduktion Eurolands nahm nämlich nach starkem Vormonat im Juni von 2,34 auf nun 2,64 Prozent zu. Ergo: Die Hochkonjunktur läuft, ihre Galgenfrist aber auch.

Quelle: DekaBank

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