Grundsätzlich ist die charttechnische Ausgangslage des britischen Pfundes zum US-Dollar günstig, wurde mit dem Sprung über das Hoch vom Mai bei 1,5755 USD doch eine untere Umkehr vervollständigt, die mit einem kalkulatorischen Kursziel von knapp 1,67 USD für nachhaltigen Rückenwind sorgen sollte, wie HSBC-Analystin Jana Meier in "Der Markt heute“ schreibt. Zuletzt habe sich das Pfund Sterling allerdings zunehmend schwer getan, aus der günstigen Weichenstellung Profit zu schlagen. Als zu hohe Hürde habe sich dabei die Widerstandszone aus den Hochpunkten vom April und September 2012 sowie Januar 2013 zwischen 1,6305 USD und 1,6382 USD sowie dem flachen Abwärtstrend seit 2009 (auf Wochenbasis aktuell bei 1,6314 USD) erwiesen. Erst wenn der nachhaltige Ausbruch über diese Marken gelinge, sei das britische Pfund wieder auf Kurs, zumal auf Wochenbasis gleichzeitig ein symmetrischer Keil zu Gunsten der Bullen aufgelöst wäre, heißt es weiter. „Ein Selbstläufer wird dieses Szenario aber nicht. Auf Tagesbasis dominieren nämlich die Verkaufssignale und auch auf Wochenbasis weist der Stochastik mittlerweile ein Ausstiegssignal auf. Zudem wurde im Rahmen der Seitwärtsbewegung der letzten Wochen jüngst der Aufwärtstrend seit Juli (aktuell bei 1,6206 USD) unterschritten, was den Weg gen Süden freimacht. Ein Rutsch unter die jüngsten Tiefs bei rund 1,59 USD dürfte einen Test der Nackenlinie bei 1,52½ USD der o. g. unteren Umkehr lostreten und selbige ganz schnell wieder passé werden lassen“, so Meier.