Frankfurt (BoerseGo.de) - Wie erwartet hat die amerikanische Notenbank Fed gestern ihr Wording geändert. Bezüglich der weiteren Dauer der Niedrigzinspolitik spricht sie nun nicht mehr von einer ‚beträchtlichen Zeit’. Sie will jetzt „nur noch“ ‚geduldig’ sein. Damit bleibt sie auf dem Kurs eines sehr vorsichtigen Ausstiegs der extrem lockeren Geldpolitik, nachdem sie Ende Oktober planmäßig den schrittweisen Ausstieg aus dem Ankauf von Staats- und Hypothekenanleihen beendet hat, wie Klaus Schrüfer, Chefmarktstratege bei Santander Asset Management Deutschland, in einem aktuellen Kommentar zum Ergebnis der jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed schreibt.

Mit dem geänderten Wording reagiere sie auf das kräftige Wachstum der größten Volkswirtschaft der Welt. Besonders im Fokus stünden dabei die vermehrten Anzeichen, dass die abnehmende Unterauslastung des amerikanischen Arbeitsmarktes tendenziell zu etwas stärker steigenden Löhnen führen werde, heißt es weiter.

„Mit einer ersten Zinserhöhung rechnen wir trotz einer durch den Verfall der Ölpreise unverändert niedrigen Inflationsrate weiterhin für Mitte 2015. Die Auswirkungen des geänderten Wordings der Fed auf die Finanzmärkte sollten begrenzt ausfallen. Zum einen hatten viele Marktteilnehmer mit einem solchen Schritt gerechnet. Zum anderen wird die amerikanische Notenbank die Auswirkungen von Zinserhöhungen sehr genau analysieren und vorsichtig vorgehen, um das vergleichsweise robuste Wachstum der US-Wirtschaft und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen nicht zu gefährden“, so Schrüfer.