Der Gebert-Indikator ist einer der am besten funktionierenden Signalgeber für den deutschen Aktienmarkt. Auch im April steht der Gebert-Indikator weiter auf Long und signalisiert damit weitere Kursgewinne beim deutschen Leitindex.

    Aktuell stellen sich die Teilindikatoren folgendermaßen dar:

    • Leitzins: Da die letzte Zinsveränderung der EZB eine Leitzinssenkung war (bereits im Jahr 2016), gibt es für dieses Kriterium weiterhin einen Punkt.
    • Inflationsrate: Für März liegen bisher nur vorläufige und keine endgültigen Inflationsdaten vor, deshalb wird die Inflationsrate für Februar verwendet. Im Februar 2019 lag die HCPI-Inflationsrate in der Eurozone bei 1,5 Prozent und damit höher als im Februar 2018 (1,1 Prozent). Damit gibt es für die Inflationsrate aktuell keinen Punkt.
    • EUR/USD-Wechselkurs: Ende März 2019 lag der Euro-Dollar-Wechselkurs bei 1,12 und damit tiefer als Ende März 2018 (1,23). Damit gibt es für den EUR/USD-Wechselkurs weiter einen Punkt.
    • Saisonalität: Da wir uns aktuell im Zeitraum zwischen 1. November und 30. April befinden, gibt es für den Teilindikator Saisonalität weiterhin einen Punkt.

    Für April 2019 steht der Gebert-Indikator damit weiter bei insgesamt drei Punkten, was einem Long-Signal im DAX gleichkommt. Auch im März hatte der Gebert-Indikator bereits auf drei Punkten gestanden. Wie bereits im Vormonat gibt es auch im April jeweils einen Punkt für die Teilindikatoren Leitzins, Euro-Dollar-Wechselkurs und Saisonalität. Keinen Punkt gibt es weiterhin für die Inflationsrate.

    Der Gebert-Indikator basiert auf vier Teilindikatoren (Leitzins, Inflationsrate, Euro-Dollar-Wechselkurs, Saisonalität), für die jeweils ein Punkt oder kein Punkt vergeben werden. Die Punkte aus den vier Teilindikatoren werden aufaddiert. Ergibt sich eine Summe von drei oder vier Punkten, ist der Anleger im DAX investiert (zum Beispiel über einen ETF oder ein Indexzertifikat). Steht der Indikator auf null oder einem Punkt, ist der Anleger nur im Geldmarkt investiert bzw. parkt sein Geld auf einem Giro- oder Tagesgeldkonto. Bei zwei Punkten wird die bisherige Positionierung (also entweder DAX oder Giro- bzw. Tagesgeldkonto) beibehalten. Wie die Punkte genau vergeben werden, können Sie im folgenden Artikel nachlesen: Gebert-Indikator: So funktioniert das Signalsystem für den DAX

    Spannend wird es jetzt wieder im Mai. Denn dann fällt der Saisonalitätspunkt weg, da wir uns dann nicht mehr im Zeitraum von Anfang November bis Ende April befinden. Fällt allerdings nur der Saisonalitätspunkt weg, während sich bei den anderen Punkten nichts verändert, würde es im Mai weiterhin zwei Punkte im Gebert-Indikator geben. Damit würde die bisherige Positionierung (in diesem Fall long) beibehalten. Da die EZB mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Leitzins nicht erhöhen wird, ist zudem der Punkt für den Leitzins im Mai praktisch garantiert.

    Damit bleibt nur noch der Punkt für den Euro-Dollar-Wechselkurs. Sollte dieser Anfang Mai wegfallen (und beim Teilindikator Inflation weiterhin kein Punkt vergeben werden), würde der Gebert-Indikator auf einen Punkt sinken und damit ein Verkaufssignal auslösen. Der Punkt für den Euro-Dollar-Wechselkurs würde wegfallen, wenn der Euro bis Ende April über die Marke von 1,20767 klettern würde. Wie man im folgenden Chart erkennen kann, erscheint dies auf Sicht eines Monats aber als relativ unwahrscheinlich. Damit sieht es aktuell so aus, als würde der Gebert-Indikator auch im Mai kein Verkaufssignal liefern.

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    Punktvergabe beim Gebert-Indikator für den Teilindikator EUR/USD-Wechselkurs

    Die starke Outperformance der Gebert-Strategie in den vergangenen Jahren zeigt der folgende Chart. Wären Anleger von Anfang 1993 bis Ende März 2019 der Gebert-Strategie gefolgt, hätten sie einen Anlagebetrag von 1.000 Euro in mehr als 27.000 Euro verwandelt. Bei einer dauerhaften Anlage im DAX hätte sich der Betrag von 1.000 Euro hingegen nur in rund 7.600 Euro verwandelt (vor Kosten).

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