Die Papiere von General Electric (GE) hatten wir den Lesern des Antizyklischen Börsenbriefs zu Jahresanfang bei Kursen von 16,63 US-Dollar als langfristiges Investment empfohlen. Während der Dow Jones seither gut fünf Prozent zulegen konnte, verteuerten sich die Papiere des Mischkonzerns um mehr als 17 Prozent.

Das Beispiel zeigt, dass es sich immer wieder lohnt, gerade diejenigen Unternehmen besonders zu beachten, die bei der Masse der Anleger in Ungnade gefallen sind. Aktien, die keiner haben will, schneiden später oftmals umso besser ab. Das trifft auch auf General Electric zu: Lange Zeit war der Konzern das Mauerblümchen im Dow Jones, um jetzt umso überraschender auf die Überholspur zu wechseln.

Sehen wir uns den Kursverlauf an. Sowohl in der kurzfristigen Betrachtung als auch im langfristigen Bild ist die starke Vorstellung des Aktienkurses beeindruckend. Achten Sie in der folgenden Abbildung der vergangenen sechs Monate etwa auf die starken Volumenanstiege bei steigenden Kursen, erkennbar an den blauen Markierungen. Das ist ein gutes Zeichen...

Auch das langfristige Bild kann überzeugen. Eine wichtige Hürde bei 17,50 US-Dollar wurde kürzlich elegant übersprungen (rote Linie)

Fundamental sieht die Sache jetzt wieder besser aus: Zwar musste der Mischkonzern im ersten Quartal erneut einen Umsatz- und Gewinnrückgang verbuchen. Die Zahlen lagen allerdings über den Erwartungen der Analysten und auch der Ausblick ist ermutigend.

Die Erlöse waren im Vorjahresvergleich gesunken, und zwar um fünf Prozent auf 36,6 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn erreichte 1,87 Milliarden US-Dollar oder 17 Cent je Aktie. Das ist zwar ein Rückgang von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Analysten hatten allerdings hier nur mit einem Gewinn von 16 Cent je Anteilsschein gerechnet und waren deshalb zufrieden.

Das Unternehmen profitiert jetzt von dem im Vorjahr eingeleiteten Konzernumbau, der bereits Tausenden Mitarbeitern den Job gekostet hat – die bestehende Arbeitsplätze dafür aber sicherer macht. Um die Gewinne wieder auf alte Höhen anzuheben, erwägt General Electric weitere Einschnitte. Derzeit beschäftigt der Konzern noch rund 300.000 Mitarbeiter.

Trotz des Umsatzrückgangs äußerte sich der Konzern optimistisch für das laufende Geschäftsjahr. Für 2010 sei ein Gewinnwachstum zu erwarten. Im Dezember hatte der Konzern für dieses Jahr noch gleichbleibende Gewinne prognostiziert.

Doch natürlich werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Wie wir jetzt vorgehen würden, das werden wir in der kommenden Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs erläutern.

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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de