Bundeskanzlerin Angela Merkel könnte Gerüchten zufolge ihr Amt aufgeben und neue UN-Generalsekretärin werden. Angesichts des zunehmenden Widerstands in der Union gegen Merkels Politik in der Flüchtlingskrise werden entsprechende Gerüchte in Berliner Regierungskreisen aktuell wieder aufgewärmt.

WERBUNG

Ambitionen auf das Amt der UN-Generalsekretärin waren Merkel bereits in der Vergangenheit nachgesagt worden. Unter anderem hatte der "Spiegel" bereits 2014 über angebliche Pläne Merkels berichtet. Anfang August 2015 wurde dann allerdings gemeldet, Merkel wolle bei der Bundestagswahl 2017 wieder antreten und plane eine vierte Amtszeit als Kanzlerin. Doch innerparteilich hat Merkel durch ihre Flüchtlingspolitik inzwischen viel Rückhalt verloren.

Im März 2016 finden in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt Landtagswahlen statt. Nicht wenige Beobachter erwarten, dass die Union angesichts der Flüchtlingskrise deutlich an Unterstützung verlieren könnte.

Die Amtszeit von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon (71) endet am 31. Dezember 2016. Merkel könnte gute Karten auf das Amt haben. Der UN-Generalsekretär wird auf Empfehlung des Sicherheitsrates von der UN-Generalversammlung gewählt. Durch ihre Bemühungen um einen Frieden in der Ukraine und durch ihre Flüchtlingspolitik hat Merkel international viele Sympathien gewonnen. Außerdem wünschen sich viele Beobachter erstmals eine Frau an der UN-Spitze.

Was ist dran an den Gerüchten? Diskutieren Sie auf meinem Guidants-Desktop und stimmen Sie ab, ob Merkel in einem Jahr noch Bundeskanzlerin ist.