Der Edelmetallsektor schwächelte im Februar. Vor allem der Goldpreis sank deutlich auf 1.734 US-Dollar pro Feinunze. Damit hat sich das Edelmetall gegenüber dem Vormonat um 6,1 Prozent verbilligt. Auch der zuvor stark gestiegene Preis für Silber, notierte zum Monatsende etwas leichter und schloss mit einem Minus von 3,1 % bei 27 US-Dollar pro Feinunze. „Nicht zuletzt wegen der weltweit steigenden Zinsen, haben die Spannungen an den Finanzmärkten zugenommen, was sich teilweise in der aktuellen Korrekturphase bei Gold und Silber widerspiegelt. Der langfristige Aufwärtstrend für Edelmetalle bleibt jedoch aus unserer Sicht intakt. Zudem beobachten wir ein zunehmendes Interesse spekulativ orientierter Kleinanleger, die langfristig wieder zu einem positiveren Trend bei den Edelmetallen beitragen dürften“, sagt Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH.

Der Blick auf die Entwicklung der Minenaktien im Februar ergibt ein ähnliches Bild wie beim Goldpreis. „Minenaktien haben eine leichte Korrektur erfahren, also zeitverzögert ähnlich wie der Goldpreis reagiert. Der langfristige Aufwärtstrend ist aber auch bei Aktien der Goldabbaugesellschaften intakt. Auch hier zeigt sich: Die Minenaktien der Silberproduzenten haben sich besser geschlagen als Goldminenaktien“, erklärt Siegel. Außerdem melden viele Goldproduzenten hervorragende Jahresergebnisse und erhöhen ihre Dividendenzahlungen, die in Einzelfällen bei einer Rendite von über 5 % liegen.

Der Preis für Platin ist im Februar im Vergleich zum Vormonat um rund 11 Prozent stark gestiegen und lag am Monatsende bei 1.192 US-Dollar pro Feinunze. Palladium verteuerte sich ebenfalls gegenüber dem Vormonat um rund 4 Prozent und schloss bei 2.321 US-Dollar pro Feinunze. „Wir beobachten derzeit, dass die hohe Nachfrage nach Silber auch die Metalle Platin und Palladium zu gefragten Rohstoffen macht. Im übrigen profitieren von diesem spekulativen Trend auch die kleineren Weißmetalle wie Rhodium“, ergänzt Siegel.

Die Basismetalle verzeichneten Ende Februar eine deutlich stärkere Aufwärtsbewegung. Der Preis für Blei etwa stieg im Februar auf 2.107 US-Dollar (+4,7 Prozent). Vor allem das Industriemetall Kupfer hat sich gegenüber dem Vormonat auf 9.172 US-Dollar (+16,4 Prozent) stark verteuert und ein 10-Jahres-Allzeithoch erreicht. Aluminium stieg auf 2.154 US-Dollar (+ 7,8 Prozent). Auch Zink verteurte sich gegenüber dem Vormonat erheblich auf 2.821 US-Dollar (rund 10 Prozent) sowie Nickel, das auf 18.607 US-Dollar (+ 5,0 Prozent) ebenfalls zulegen konnte. „Die Aufwärtsbewegung bei den Basismetallen setzte sich also im Zuge der anhaltend positiven Wachstumsaussichten fort“, ergänzt Siegel.

Der Preis für Brent-Öl hat im Februar ebenfalls deutlich zugelegt und beendete den Monat bei einem Preis von 61 US-Dollar (+17,8 %) pro Barrel. „Nach den extremen Kursanstiegen beim Öl in den letzten Wochen, rechnen wir kurzfristig jedoch mit Korrekturen“, ist sich Siegel sicher.