Frankfurt (GodmodeTrader.de) - In den letzten Tagen hatten die Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums für 2019/20 und die Verschärfung des Handelsstreits zwischen den USA und China die Agrarpreise auf Talfahrt geschickt. Nun folgt die Gegenbewegung. Anlass sind Hoffnungszeichen, dass China und die USA ihren Konflikt nicht zum Äußersten treiben werden, eine langfristige Strafzollerhebung auf alle Güter des bilateralen Handels also ausbleibt, wie die Analysten der Commerzbank im „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

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    Diese Hoffnung verlange aber eine baldige Konkretisierung, die über das von US-Präsident Trump geäußerte „Gefühl“ hinausgehe, dass die Handelsgespräche erfolgreich sein würden. Konkreter seien bereits die Verzögerungen bei der Aussaat von Mais und Sojabohnen in den USA wegen zu kalter und nasser Witterung. Das US-Landwirtschaftsministerium habe am Montag gemeldet, dass aktuell lediglich 30 Prozent der für die Bepflanzung mit Mais vorgesehenen Fläche tatsächlich bestellt worden sei. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre seien es zu diesem Zeitpunkt 66 Prozent gewesen. Ebenso seien derzeit nur neun Prozent der Sojabohnenfelder bestellt, im Fünfjahresdurchschnitt seien es zu dieser Zeit im Jahr bereits 29 Prozent gewesen, heißt es weiter.

    „Da sich das Zeitfenster für die Maisaussaat vor dem der Sojabohnenaussaat schließt, könnten auf einem Teil der für Mais vorgesehenen Fläche möglicherweise doch Sojabohnen angebaut werden. Laut Reuters prognostiziert das vielbeachtete Analysehaus IEG Vantage eine kleinere Maisfläche (90,7 Millionen Morgen) und eine größere Sojabohnenfläche (86,4 Millionen Morgen) als das USDA in seinem Ende März veröffentlichten Bericht zu den Anbauplänen der Landwirte (92,8 Millionen bzw. 84,6 Millionen Morgen)“, so die Commerzbank-Analysten.