Man hört es immer wieder: der Markt kann nicht fallen. Wieso? Notenbanken drucken Geld. Mit dieser sehr einfachen Logik habe ich so meine Probleme. Die Erfahrung sagt etwas vollkommen anderes. Der Markt kann immer fallen. Bereits vor Beginn der Coronakrise kaufte die US-Notenbank Wertpapiere für 60 Mrd. pro Monat. QE lief bereits in den USA, der Eurozone und in Japan. Das hat den Aktienmarkt nicht davon abgehalten in einen Crash überzugehen. Crashs werden durch Notenbanken nicht verhindert. Die Logik ist nicht, dass der Markt nicht fallen kann. Vielmehr ist es umgekehrt. Erst fällt der Markt, dann greift die Notenbank ein und die Kurse gehen schnell wieder nach oben. Es ist der Crash, der Notenbanken zum Eingreifen zwingt. Das konnten wir immer wieder erleben. Wer sich darauf verlässt, dass der Markt gar nicht fallen kann, wird früher oder später böse überrascht werden. Der Aktienmarkt existiert natürlich nicht unabhängig von der Geldpolitik. Der Einfluss wird jedoch gerne überschätzt. So hört man derzeit von einigen Optimisten, dass der Markt gemessen an der Geldschwemme günstig ist...

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