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Die Ölpreise profitierten gestern nur kurzzeitig von der für September angekündigten Kürzung der Öllieferungen durch Saudi-Arabien. Brent fällt am Morgen auf 52 USD je Barrel, WTI auf 49 USD je Barrel. Auch der erneut kräftige Rückgang der USRohöllagerbestände hatte keinen preisunterstützenden Einfluss. Laut API sind die USRohölvorräte in der letzten Woche unerwartet deutlich um 7,8 Mio. Barrel gesunken. Ausschlaggebend hierfür war ein deutlicher Rückgang der Importe. Bei Benzin gab es allerdings einen Lageraufbau. Das US-Energieministerium gibt die offiziellen Daten heute Nachmittag bekannt. Auch hier dürfte es wegen gesunkener Importe zu einem deutlichen Lagerabbau kommen. So berichtete Bloomberg unter Berufung auf Daten des Zolls einen Rückgang der seewärtigen Rohölimporte um 828 Tsd. Barrel pro Tag.
Die US-Energiebehörde hat ihre Projektion für die US-Rohölproduktion kaum geändert. Für 2017 erwartet sie einen Anstieg um 490 Tsd. auf durchschnittlich 9,35 Mio. Barrel pro Tag, für 2018 einen Anstieg um 570 Tsd. auf 9,91 Mio. Barrel pro Tag. Für die Monate September 2017 bis Juli 2018 ist sie etwas optimistischer, danach leicht pessimistischer. Am Gesamtbild einer weiter steigenden Produktion ändert sich nichts. Ende 2018 soll die Produktion über 10 Mio. Barrel pro Tag klettern. Preisstützend ist derweil die hohe US-Nachfrage nach Ölprodukten, die zusammen mit den Raffinerieausfällen die Crack-Spreads zuletzt hat steigen lassen: Die US-Benzinnachfrage kletterte im Juli auf ein Allzeithoch von 9,7 Mio. Barrel pro Tag. Und die im Sommer saisonal schwächere Destillatenachfrage markierte dank guter US-Konjunktur mit 4,2 Mio. Barrel pro Tag immerhin ein neuen Rekord-Juli.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CV0UL0  Long WTI-Öl Future Faktor: 15 
CV0UL1  Short WTI-Öl Future Faktor: -15 

Ein festerer US-Dollar setzte gestern Nachmittag Gold zunächst unter Druck, so dass es auf gut 1.250 USD je Feinunze fiel. Das zunehmende verbale Säbelrasseln zwischen Nordkorea und den USA ließ Gold über Nacht aber wieder auf rund 1.270 USD steigen. Gold in Euro gerechnet verteuert sich auf knapp 1.080 EUR je Feinunze. Sollten die geopolitischen Spannungen weiter zunehmen – dies scheint nach den jüngsten Äußerungen beider Seiten wahrscheinlich –, dürfte Gold als sicherer Hafen gefragt sein. Indien hat laut vorläufigen Daten des Finanzministeriums im Juli 53,4 Tonnen Gold importiert. Dies war fast zweieinhalb Mal so viel wie im Vorjahr. Die Einfuhren lagen knapp 20 Tonnen unter dem Niveau vom Juni, womit die Auswirkungen der neuen Mehrwertsteuer nicht ganz so negativ ausgefallen sind wie befürchtet. Im Fahrwasser der Industriemetalle legten Platin und Palladium gestern zeitweise deutlich zu. Platin stieg auf ein 3½-Monatshoch von knapp 980 USD je Feinunze, Palladium handelte wieder bei 900 USD je Feinunze. Die Aufwärtsbewegung endete gestern Nachmittag abrupt als der Südafrikanische Rand deutlich abwertete. Denn der südafrikanische Präsident Zuma hat wiederholt ein Misstrauensvotum im Parlament überstanden. Damit dürfte sich aber die Wirtschafts- und Fiskalpolitik des Landes nicht verbessern. Die schwächere Währung verringert die Produktionskosten der Platinminenproduzenten.

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CE6V3B Bull Gold Hebel: 17,5 
CE4K21  Bear Gold Hebel: 26,7 

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