• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 1.194,000 $/Unze

London (GodmodeTrader.de) – Gold legt zur Wochenmitte im Umfeld der weiterhin schwelenden Emerging-Markets-Krise zu und notierte bislang bei 1.195,85 US-Dollar je Feinunze im Hoch. Im Fokus liegt dabei nach wie vor Argentinien. Aber auch andere Schwellenländer, wie die Türkei, Indonesien und Südafrika haben derzeit mit Währungskrisen zu kämpfen.

Ökonomen befürchten, dass die Krise des argentinischen Peso zu einer höheren Inflation und einer Rezession in Argentinien führen könnte. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge wird die Inflation in dem südamerikanischen Land zum Jahresende bei 40,3 Prozent liegen, nach im Juli prognostizierten 31,8 Prozent. Der Peso dürfte bis Ende dieses Jahres bei 41,9 gegenüber dem US-Dollar gehandelt werden, viel schwächer als noch im Juli mit 30,5 prognostiziert. Der Peso ist dieses Jahr gegenüber dem US-Dollar bislang um 52 Prozent eingebrochen.

Nahrung bekommt die allgemeine Emerging-Markets-Verunsicherung auch von der Nachricht, dass die südafrikanische Wirtschaft im zweiten Quartal 2018 erstmals seit 2009 in eine Rezession gerutscht ist. Wie die südafrikanische Statistikbehörde bereits am Dienstag meldete, ist die Wirtschaft im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal überraschend um 0,7 Prozent geschrumpft. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Wachstum um 0,6 Prozent gerechnet, nach minus 2,6 Prozent im ersten Quartal. Auf Jahressicht ergibt sich aktuell ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,4 Prozent (Konsens plus 1,0 Prozent, nach plus 0,8 Prozent).

Gegen 14:00 Uhr MESZ notiert Gold mit einem Plus von 0,22 Prozent bei 1.193,88 US-Dollar je Feinunze.

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