• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 1.813,30000 $/oz.

New York/ London (Godmode-Trader.de) - Gold ist derzeit immer weniger gefragt, wie die hohen Gold-ETF-Abflüsse zeigen. Seit der Ankündigung von BioNTech/Pfizer vor drei Wochen, bei der Impfstoffentwicklung entscheidend vorangekommen zu sein, und der US-Pharmakonzern Modern kurze Zeit spüter mit ähnlichen Erfolgsmeldungen nachzog, gibt der Preis für das Edelmetall nach, denn die Risikoneigung der Anleger nimmt zugleich tendenziell zu.

Im Frühjahr hatte die Bank of America (Bofa) noch ein Goldpreis-Ziel von 3.000 Dollar/Unze bis Ende 2022 ausgerufen. Diese Prognose will Michael Widmer, Edelmetallexperte der Bofa in London, nun nicht mehr aufrechterhalten: „Wir glauben, dass das unmittelbare Aufwärtspotenzial von Gold begrenzt ist“, zitierte ihn das „Handelsblatt“.

Inzwischen hält das Edelmetall nur noch mit Müh und Not die Marke von rund 1.800 Dollar/ Unze. Im Vergleich zum Allzeithoch, das erst im vergangenen August erreicht wurde, ist das ein um rund 270 Dollar/Unze niedrigeres Niveau.

Doch noch geben die Gold-Bullen nicht auf. Die Rohstoffanalysten der Citigroup und Goldman Sachs halten dem Edelmetall weiter die Treue. Trotz des Aufschwungs der globalen Wirtschaftsaussichten nach dem Durchbruch mehrerer Coronavirus-Impfstoffe werde sich der Aufwärtstrend des Goldes fortsetzen, sind die Analysten überzeugt. Der Leiter des Citigroup-Rohstoff-Research, Aakash Doshi, erklärte in einem aktuellen Kommentar, dass er zwar eine Verzögerung und Verlangsamung der Aufwärtsbewegung, aber nicht deren Ende erwarte. Der Bullenzyklus von Gold sei intakt, es sei „unvermeidlich“, dass die Preise im Jahr 2021 wieder über 2.000 Dollar steigen werden, so Doshi. Jedenfalls dann, unterstreicht er, wenn die US-Geldpolitik keine unerwartete hawkishe Wende nehme.

Auch die Commerzbank gibt Gold aus diesem Grund noch eine Chance. Mit den anhaltend hohen Infektionszahlen und verlängerten Lockdowns in vielen Ländern gebe es die Notwendigkeit für weitere Unterstützung durch die Geld- und Fiskalpolitik, so Analyst Carsten Fritsch. Ein Impfstoff könne hier kurzfristig keine Abhilfe schaffen. „Aus diesem Grund dürften schon in Kürze neue Stimulierungsmaßnahmen auf den Weg gebracht werden, wovon Gold profitieren sollte“, meint der Experte. In diesem Umfeld dürfte Gold zunächst in einer Spanne von 1.800 bis 1.850 Dollar/Unze seitwärts notieren.

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