New York/ London (Godmode-Trader.de) - Gold erhält derzeit von vielen Seiten Unterstützung, der Preis kletterte folglich auf ein Mehrjahreshoch (s. auch GOLD - Wichtige Entscheidung steht an). Am Dienstag dieser Woche stieg die Notiz in der Spitze bis auf 1.439 US-Dollar je Feinunze. Das ist der höchste Stand seit Mai 2013! In Euro gerechnet wurde sogar das höchste Niveau seit Januar 2013 erreicht. Eine Feinunze kostete am Dienstag bis zu 1.261 Euro.

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    Von einer ‚Flucht ins Gold‘ kann derzeit nicht wirklich die Rede sein, denn sonst müssten Risikopapiere wie Aktien unter erhöhtem Druck stehen. Doch die jüngsten Rekorde an den Aktienbörsen, beispielsweise ein Allzeithoch für den S&P 500 und ein Jahreshoch für den DAX vergangene Woche sprechen eine andere Sprache.

    Zwar sind viele Anleger beunruhigt, wie der Konflikt zwischen den USA und Iran sich entwickelt. Im Vordergrund steht für viele Investoren derzeit aber vielmehr die Aussicht auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed. Dies hilft Gold, freilich aber auch Aktien. Im Falle des Edelmetalls liegt der Grund hierfür im Zinsnachteil. Im Gegensatz zu vielen anderen Anlagen wirft Gold keine Zinsen ab. Dieser Nachteil vermindert sich mit fallenden Zinsen jedoch, was den Goldpreis pusht. Fallende Zinsen können auch den Dollar unter Druck bringen, was wiederum das in Dollar gehandelte Gold außerhalb des Dollarraumes attraktiver macht.

    Noch zu Jahresbeginn hatte kaum ein Analyst erwartet, dass der Goldpreis bis zur Mitte des Jahres in solchen Sphären wandelt. Einer aber doch, und das sehr vehement: Jeffrey Currie von Goldman Sachs. Der Analyst prognostizierte im Januar einen massiven Anstieg des Goldpreises in diesem Jahr. Gold werde nicht nur alle Verluste aus dem vergangenen Jahr wieder aufholen, sondern bis auf 1.425 Dollar steigen, prognostizierte Currie. Damit der Goldpreis steige, müsse es Sorge in den Industrieländern und Wohlstand in den Schwellenländern geben, begründete der Rohstoff-Fachmann seinerzeit seine Prognose. Denn in den Industrieländern werde Gold zur Absicherung verwendet, und in den aufstrebenden Ländern zur Schmuckproduktion. Im vergangenen Jahr habe es sowohl an der nötigen Sorge als auch am nötigen Wohlstand gefehlt. Mit den geopolitischen Risiken und dem Schub für die Schwellenländer aufgrund des günstigeren Dollars könnte sich dies nun ändern, so Currie.

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