Jedenfalls wenn es um die vor zwei Wochen an dieser Stelle gestellte Frage geht, ob die Goldminen dem Goldpreis wieder einmal vorlaufen. Zitat aus der Meldung vom 23.03.2013: „Erkennbar ist nach dem von 150 Punkten ausgehenden Anstieg ab Ende 2009 die Ausbildung einer großen bärischen SKS-Trendwendeformation. Deren Triggerlinie, welche derzeit knapp über dem langfristigen Key-Level bei 372 Punkten verläuft, wurde in den vergangenen Wochen nach unten durchbrochen. Formal stellt dies ein Verkaufssignal dar, welches über einige Monate noch fallende Notierungen erwarten lässt. Setzt sich dies durch, dann ist im Gegenzug auch fraglich, ob Gold den Bereich der 1.530 $ ebenfalls dauerhaft halten kann.“

    Die Minen sind dem Goldpreis vorgelaufen.

    Nachfolgend deshalb nach der jüngsten Entwicklung noch einmal die entsprechenden Charts:

    Der Amex Gold Bugs hat die großangelegte mehrjährige SKS-Trendwende nach unten aufgelöst und rutscht nach einem kleinen Pullback nun massiv nach unten durch. Wie weit sich dies nun nach unten noch ausdehnt, direkt oder auch mittelfristig, bleibt abzuwarten. Lineare rechnerische Ziele sind bei solch großen bärischen Formationslagen nicht aussagekräftig. Klassisch technisch liegt aber ein aktives dynamisch ausgelöstes Verkaufssignal vor. Solange der Amex Gold Bugs die ca. 372 Punkte nicht klar zum Wochenschlusskurs zurück erobert oder sich Tendenzen einer Bodenbildung zeigen ist ein weiterer Abverkauf zu unterstellen.

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    Bei Gold sieht es aktuell so aus wie im Amex Gold Bugs vor einigen Wochen, auch wenn sich die langfristige Formationslage etwas anders darstellt. Bei enormer Dynamik, ausgelöst durch eine Stopp-Loss Lawine am Freitag unterhalb der 1.527 $, ging es durch die langfristig wichtige Unterstützungszone hindurch. Formal liegt somit auch bei Gold nun ein klares Verkaufssignal vor. Zum Wochenstart könnten noch einmal Verkäufe auftreten die dann aber bei kurzfristig zunehmend überverkauftem Zustand bald eine Gegenbewegung nach sich ziehen. Solange Gold aber unter den 1.527 $ zum Wochenschlusskurs bleibt, muss auch hier zunächst eine Ausdehnung der Abwärtsbewegung unterstellt werden. Die nächsten wichtigen Unterstützungsbereiche liegen nun bei 1.424 $ sowie auf dem knapp darüber laufenden EMA 200 (rot) Auf Wochenbasis und auf dem langfristigen Aufwärtstrend bei derzeit noch 1.335 $. Gegenbewegungen kann es jederzeit geben. Solange das Verkaufssignal aktiv ist erscheint es aber wenig sinnvoll, in fallende Messer zu greifen. Die in den vergangenen Monaten mehrfach geäußerten kritischen Argumente zum Goldpreis haben sich nun nachhaltig durchgesetzt.

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    Auf der Longseite werden hingegen einige Bereich interessant, die in den vergangenen Monaten eher zurück geblieben sind, die US Techs. Gerade in der vergangenen Woche gab es hier eine interessante stabile Entwicklung, ein Ausbruchs aus dem flachen mehrmonatigen Trendkanal nach oben und damit die Möglichkeit einer Verschärfung der Aufwärtsbewegung. Die fragile Situation der europäischen Börsen sowie die weit fortgeschrittene Rally im Dow Jones sprechen nicht unbedingt dafür, isoliert betrachtet besitzt der Nasdaq 100 aber weitere Chancen auf der Oberseite.

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    Dem sollte sich auch Amazon dann nicht mehr länger entziehen können. Als einer der Bluechips in diesem Bereich dürfte die Aktie bei aktueller Formationslage weitere Chancen besitzen. Erkennbar ist hier eine bereits seit Ende Januar laufende Korrektur die in den vergangenen Wochen den langfristig maßgebenden Aufwärtstrend erreicht hat. Darüber sind weitere Kursgewinne zu favorisieren. Darüber hinaus bietet sich die Formationslage eines bullischen Keils innerhalb der Konsolidierungsbewegung. Geht es daraus über 275,00 $ deutlicher hinaus, dann wird ein Folgekaufsignal generiert welches einen Anstieg auch erheblich über 300,00 $ hinaus ermöglichen kann. Die Oberkante des einjährigen Trendkanals würde sogar Platz bis auf 320,00 $ bieten bei einem klar abgrenzbaren Abbruchpunkt unter den 252,00 $. Die in der kommenden Woche verstärkt anlaufende Berichtssaison kann noch einiges durcheinander bringen, Amazon lässt sich aber aus aktueller Sicht in jedem Fall auf die Long-Watchlist setzen.

    Viele Grüße,

    Marko Strehk - Technischer Analyst und Trader bei GodmodeTrader.de


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    Viele Grüße,

    Marko Strehk - Technischer Analyst und Trader bei GodmodeTrader.de

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.