• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 1.267,950 $/Unze

Washington (GodmodeTrader.de) – Gold erholt sich zur Wochenmitte ein wenig von seinem am Dienstag bei 1.261,11 US-Dollar je Feinunze erreichten Vierwochentief und notierte bislang bei 1.269,25 US-Dollar pro Unze im Hoch.

Aufmerksamkeit gilt am Markt nach wie vor dem Fortgang der US-Steuerreform, derweil die Meldung, dass US-Präsident Trump die US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen und die Stadt als zukünftige Hauptstadt Israels anerkennen will, dem Goldpreis Unterstützung bringt. Hintergrund ist, dass Jerusalem vielen Ländern in der Region als „rote Linie“ gilt und Trumps Vorstoß als Provokation verstanden wird, was die geopolitischen Risiken steigen lässt.

Gold-Erholung-vom-Vierwochentief-Tomke-Hansmann-GodmodeTrader.de-1
Gold

Die wichtigste Veröffentlichung ist heute der US-amerikanische ADP-Report mit der Beschäftigtenzahl (ex Agrar) im November. Erwartet wird im Konsens ein Rückgang von 235.000 im Oktober auf aktuell 190.000. Die Daten könnten ein Hinweis auf das am Freitag anstehende datenseitige Highlight der Woche, den US-Arbeitsmarktbericht für November, geben. Analysten rechnen im Schnitt mit 210.000 neu geschaffenen Stellen. Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist zentral für die Geldpolitik der Federal Reserve Bank (Fed).

Eine Zinsanhebung bei der nächsten Fed-Sitzung am 12./13. Dezember 2017 um weitere 25 Basispunkte auf eine Spanne von dann 1,25 Prozent bis 1,50 Prozent ist bereits vollständig eingepreist. Am Markt wird jedoch befürchtet, dass sich das Tempo weiterer Zinsschritte danach verlangsamen könnte. Bislang hatte die Fed für 2018 drei weitere Zinsanhebungen in Aussicht gestellt.

Gold reagiert sensibel auf Änderungen der US-Zinsaussichten, da höhere Leitzinsen Investitionen in das zinslose Edelmetall unattraktiver machen und umgekehrt. Gegen 11:45 Uhr MEZ notiert Gold auf Tagessicht mit einem Plus von 0,17 Prozent bei 1.268,12 US-Dollar je Feinunze.