• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 1.774,58000 $/oz.

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Gold setzt zum Wochenschluss seine jüngste Talfahrt fort und befindet sich aktuell auf dem besten Wege, den größten Wochenverlust seit Ende November 2020 aufzuweisen. Mit bislang 1.760,10 US-Dollar je Feinunze im Tief erreichte das Edelmetall ein Achtmonatstief.

Dabei belasten das Edelmetall weiterhin die anziehenden Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen, die Goldanlagen weniger attraktiv machen und die von ihrem Tief im Sommer 2020 bei 0,5 Prozent mittlerweile auf über 1,3 Prozent gestiegen sind – ein knappes Jahreshoch. Hinzu kommen die festen Aktienmärkte, so dass Gold auch als „sicherer Hafen“ derzeit wenig gefragt ist.

Dem Goldpreis schlage im Moment viel Gegenwind ins Gesicht und es gelinge ihm nicht, seinen Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Während nicht auszuschließen sei, dass Gold kurzfristig weiter falle, sei man langfristig von deutlich höheren Preisen überzeugt, schreibt Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann in der aktuellen Ausgabe von „Rohstoffe kompakt Edelmetalle“. Als Gründe für den Optimismus werden die enormen Schuldenberge der Staaten, die weiterhin ultralockere Geldpolitik der großen Notenbanken und die nach wie vor negativen Realzinsen genannt.

„Unter dem Strich haben wir unsere Goldpreisprognose leicht nach unten genommen. Am Ende des Jahres sehen wir Gold jetzt bei 2.000 US-Dollar je Feinunze. Bis zur Jahresmitte dürfte das Umfeld für Gold schwierig bleiben, so dass wir zunächst kaum Erholungspotenzial sehen. Für uns ähnelt das Verhalten von Gold im Moment dem eines Tsunamis: In der ersten Phase zieht sich das Wasser zurück (der Goldpreis fällt), in der zweiten Phase kommt es dann umso heftiger wieder (der Goldpreis steigt deutlich)“, so Briesemann.

Gegen 10:10 Uhr MEZ notiert Gold mit einem Minus von 0,12 Prozent bei 1.773,49 US-Dollar je Feinunze.

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