• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 1.845,96000 $/oz.

London (GodmodeTrader.de) – Gold fällt zu Beginn der neuen Handelswoche im Umfeld eines auf breiter Basis weiterhin nahe eines 16-Monatshochs notierenden US-Dollars weiter von seinem am 16. November 2021 bei 1.877,06 US-Dollar je Feinunze erreichten Fünfmonatshoch zurück. Im Tief erreichten die Notierungen bislang 1.838,00 US-Dollar pro Unze – ein knappes Zweiwochentief.

Die Vertreter der Federal Reserve Bank (Fed) diskutieren nach wie vor öffentlich darüber, ob die Reduzierung der Wertpapierkäufe beschleunigt werden sollte. Der stellvertretende Vorsitzende der Fed, Richard Clarida, Gouverneur Christopher Waller und der Präsident der Fed in St. Louis, James Bullard, deuteten jüngst an, dass eine Beschleunigung des Prozesses, der bislang im Sommer 2022 enden soll, auf der nächsten Sitzung der US-Notenbank im Dezember auf der Agenda stehen könnte.

Zudem steht in den USA eine Entscheidung von US-Präsident Joe Biden an, ob Jerome Powell ab Februar 2022 seine zweite Amtszeit als Fed-Vorsitz antreten wird oder ob Fed-Gouverneurin Lael Brainard seinen Posten an der Spitze der US-Notenbank übernehmen soll.

In Europa gibt die rasant steigende Zahl an Covid-19-Erkrankungen Anlass zur Sorge. Währende in den Niederlanden bereits wieder ein Teil-Lockdown gilt, verhängt Österreich ab heute einen vierten Komplett-Lockdown mit Schließungen aller Geschäfte außer denen des täglichen Bedarfs und Ausgangssperren, nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz jüngst auf 1.085 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner geklettert ist. Zudem wurde für Februar 2022 eine Corona-Impfpflicht angekündigt. Auch Deutschland plant wegen der steigenden Inzidenz und zunehmender Hospitalisierungsraten eine Verschärfung der restriktiven Maßnahmen.

In der Eurozone könnte nach Aussagen des scheidenden Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann die Inflation mittelfristig nicht wie erwartet unter die Zwei-Prozent-Marke fallen. Die Versorgungsengpässe im Nachgang der Corona-Pandemie könnten noch eine Weile anhalten und auch die Energiepreise seien zuletzt weiter gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte sich angesichts der beträchtlichen Unsicherheit über die Inflationsaussichten Weidmann zufolge nicht zu lange auf ihren derzeit sehr expansiven Kurs festlegen. „Wenn es zur Sicherung der Preisstabilität erforderlich ist, muss die Geldpolitik insgesamt normalisiert werden“, so Weidmann.

Gegen 9:40 Uhr MEZ notiert Gold mit einem kleinen Minus von 0,01 Prozent bei 1.845,82 US-Dollar je Feinunze.

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