London (BoerseGo.de) – Gold setzt am Dienstag seine Talfahrt im Umfeld von Gewinnen des US-Dollar auf breiter Basis fort und hat bei 1.254,13 US-Dollar je Feinunze ein frisches Dreimonatstief erreicht. Grund für die erneuten Verluste ist der gestiegene Optimismus, dass die US-Politik eine Einigung im Haushaltsstreit erzielen kann und die Schuldenobergrenze rechtzeitig angehoben wird, bevor die USA zahlungsunfähig werden, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

    Der demokratische Fraktionschef Harry Reid hatte gestern seine Hoffnung geäußert, dass es heute zu einer Einigung kommen werde, mit der die Behörden ihre Arbeit wieder aufnehmen und Rechnungen bezahlt werden können. Im Gespräch ist ein Kompromiss, mit dem die Schuldenobergrenze bis zum 7. Februar 2014 angehoben wird und mit dem die Handlungsfähigkeit staatlicher Stellen bis zum 15. Januar 2014 gewährleistet ist.

    „Die Märkte gehen nach wie vor davon aus, dass eine Anhebung der Schuldenobergrenze, oder eine Lösung, mit der zumindest kurzfristig Zeit erkauft wird, sehr wahrscheinlich ist“, zitiert Bloomberg Tom Kendall, Analyst bei der Credit Suisse in London. „Es mag sein, dass die Märkte das Risiko eines Zahlungsausfalls der USA unterschätzt haben, aber solange es keinen realistischen Grund gibt anzunehmen, dass den Verpflichtungen nicht mehr nachgekommen wird, dürfte Gold seinem Abwärtstrend treu bleiben“, heißt es weiter.