London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der Goldpreis stieg zu Wochenbeginn auf ein Fünf-Monatshoch von gut 1.250 US-Dollar je Feinunze. Aus Sicht von Analysten der Commerzbank bekommt das Edelmetall von mehreren Seiten Unterstützung: Die Aktienmärkte stünden zu Beginn der neuen Handelswoche weiter unter Druck. Und der Rückgang der Anleiherenditen setze sich fort. Zudem fielen die Fed-Zinserwartungen deutlich.

    Eine Fed-Zinserhöhung bei der Sitzung nächste Woche ist in den Fed Fund Futures nur noch zu gut 70 Prozent eingepreist, eine weitere bis Ende 2019 ebenfalls nur noch zu rund 70 Prozent. „Die US-Arbeitsmarktdaten haben den Zinserwartungen am Freitag einen weiteren Schlag versetzt, da sowohl der berichtete Stellenaufbau als auch das Lohnwachstum hinter den Erwartungen zurückblieben“, erklärte Experte Eugen Weinberg.

    Gold entwickelt sich zuletzt auch besser als die anderen Edelmetalle. Das Gold/Silber-Verhältnis liegt wieder fast bei 86. Gold kostet inzwischen auch wieder mehr als Palladium. Goldman Sachs ist zuversichtlich, dass der Goldpreis im kommenden Jahr die Marke von 1.350 US-Dollar je Feinunze erreichen wird. Wenn sich das US-Wachstum im kommenden Jahr wie erwartet verlangsame, dann dürfte Gold von einer höheren Nachfrage profitieren", sagte Rohstoffanalyst Jeffrey Currie zu Bloomberg. Auch die Signale der Fed, die Zinsen künftig langsamer anzuheben, spreche für eine steigende Nachfrage und damit höheren Goldpreisen.