London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Gold ist Ende vergangener Woche zeitweise deutlich über die Marke von 1.800 Dollar je Feinunze gestiegen, hat dieses Niveau aber nicht gehalten Nun kämpft das Edelmetall mit der runden Schwelle.

Seine ausgeprägte Schwächephase aus dem Spätsommer resp. Frühherbst könnte die Notiz aber hinter sich haben. Das Edelmetall konnte in diesem Zeitraum nicht von den konjunkturellen Unsicherheiten profitieren, die Aktien zumindest temporär unter Druck brachten. Vielmehr kam dem Metallpreis der Zinsanstieg am Anleihemarkt in die Quere. „Das zinslose Gold hat die Konkurrenz von sicheren Staatsanleihen zu spüren bekommen“, urteilten Analysten der Helaba.

In Zeiten, in denen die Inflation über der Marke von vier Prozent liegt, könnte Gold als klassischer Inflationsschutz nun eine Renaissance erleben. Auftrieb erhielt Gold nach Ansicht der Commerzbank bereits durch die steigenden Inflationserwartungen. In den USA waren die marktbasierten Inflationserwartungen am Freitag vorübergehend bei fast 2,7 Prozent auf einem 9-Jahreshoch. „Die Märkte preisen also mehr und mehr eine höhere Inflation ein und viele Marktteilnehmer sind offenbar der Überzeugung, dass die aktuell schon hohe Inflation nicht mehr nur vorübergehend ist“, so die Analysten. Davon sollte Gold in seiner Eigenschaft als wertstabile Anlage profitieren.