Der Goldpreis macht in diesem Jahr, was er will. Das gilt, solange man etwas von der Saisonalität und Gold als sicheren Hafen hält. Brandherde gibt es genug. Gold müsste bei so viel Unsicherheit eigentlich durch die Decke gehen. Tut es aber nicht. Auch die Saisonalität funktioniert nicht.

    Gold

    Im Durchschnitt der Jahre 1970 bis 2017 (Grafik 1) war Gold zu Jahresbeginn immer stark, konsolidierte dann und stieg den Rest des Jahres mit einer kleinen Schwächephase Ende Oktober bis Ende November. In diesem Jahr ist alles anders. 2018 hat gut begonnen, doch seit Mai driften der Durchschnitt und der tatsächliche Kursverlauf massiv auseinander.

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    Das liegt daran, dass der Durchschnitt stark von den drei großen Bullenmärkten geprägt ist. Die 70er Jahre und die Jahre 2001 bis 2011 haben Gold kräftig steigen lassen. Der Preis vervielfachte sich. In den darauffolgenden Bärenmärkten wurde der Anstieg der Bullenmärkte nie wieder komplett wettgemacht. Unterm Strich ist Gold daher immer ansteigend.

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    Filtert man nach den Bullenmärkten, berücksichtigt also nur die Jahre im Bullenmarkt, ergibt sich Grafik 2. Wie eklatant der Preis in diesem Jahr davon abweicht, ist offensichtlich. Wir sind eben nicht in einem Bullenmarkt für Gold, sondern in einem Bärenmarkt.

    Entsprechend passt die Saisonalität der Bärenmärkte (Grafik 3) viel besser. Der Goldpreis fällt in Bärenmärkten traditionell bis August, erholt sich dann bis Ende Oktober und fällt dann bis Jahresende. Die Parallelen sind hier durchaus zu erkennen, im Gegensatz zum Durchschnitt über die gesamte Periode oder nur Bullenmärkte.

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    Der Goldpreis hält sich an die Saisonalität, nur eben die eines Bärenmarktes. Große Hoffnungen auf einen kräftigen Rebound des Preises mache ich mir kurzfristig nicht. Der Preis kann jederzeit zu einer kleinen Rallye ansetzen. Das haben wir in den letzten Jahren vielfach erlebt.

    So viel zu den kurzfristigen Aussichten. Mittel- bis langfristig ist Gold durchaus attraktiv. Im Vergleich zum Gesamtmarkt ist Gold bzw. sind Goldminenaktien günstig. Kaufzwang besteht nicht sofort. Der Bärenmarkt und die große Bodenbildung können sich noch hinziehen.


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