• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 1.239,250 $/Unze

New York (Godmode-Trader.de) - Bestimmte Edelmetall-Indikatoren, insbesondere bei Gold, weisen eine Struktur auf, die dem von Erdgas im Vorfeld seiner großen Rally zu Jahresbeginn ähneln. Diese Ansicht vertritt Mike McGlone, Senior-Rohstoffstratege von Bloomberg Intelligence BI, in seinem Dezember-Ausblick.

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McGlone will eine einzigartige Ähnlichkeit in der Struktur von Gold und der von Erdgas erkennen, dessen Preis Ende 2017/ Anfang 2018 aufgrund von Versorgungsengpässen in den USA in die Höhe schoss. „Ähnlich wie Erdgas zu Beginn dieses Jahres weist Gold Katalysatoren auf, die den Preis aus seiner komprimierten Range ausbrechen lassen können. Die steigende Inflation und hohe weltweite Verschuldung seien positive Treiber, ebenso wie die negative Korrelation des Goldes zum Dollar", sagte er.

Die Annahme, dass der Höhenflug des US-Dollars sich seinem Ende zuneigt, steht im Mittelpunkt des bullishen Ausblicks von BI auf die Goldpreise. „Die überfällige Normalisierung in den Aktien- und Rohöl-Bullenmärkten und eine anschließende Reduzierung der Zinserhöhungserwartungen der US-Notenbank deuten darauf hin, dass die Hausse des Dollars einem erhöhten Risiko ausgesetzt ist, zu enden", schrieb McGlone.

 Gold sei „reif für eine Rally", so McGlone weiter, weil sich der Straffungszyklus der Zinspolitik in den USA im kommenden Jahr dem Ende nähern könnte. „Die engsten 24-monatigen Bollinger-Bänder für den längsten Zeitraum seit 16 Jahren deuten auf den Aufwärtstrend des Metalls hin", sagte der Stratege.

Darüber hinaus zeigt Gold angesichts des höheren US-Dollar eine ungewöhnliche Stärke, heißt es im Outlook weiter. „Gold ist auf Spot-Basis in diesem Jahr um etwa 6 Prozent gesunken, wäre aber in einem solchen Umfeld typischerweise viel niedriger. Im Vergleich zum handelsgewichteten breiten Dollar beträgt der Beta-Wert von Gold auf jährlicher Basis von 20 Jahren minus 1,7. Der Anstieg des Dollars um acht Prozent in 2018 hätte laut McGlone eigentlich zur Folge, dass das in Dollar denominierte Gold im Wert um 14 Prozent sinkt.