• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 1.176,88 $/Unze

Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Notierung für Gold ist diese Woche wieder nach oben gegangen. Auf Wochensicht hat das Edelmetall bis Freitagvormittag zweieinhalb Prozent zugelegt und tendiert in Richtung der Marke von 1.180 US-Dollar für die Feinunze. Am Donnerstag erreichte die Notierung zwischenzeitlich 1.192 US-Dollar und damit ein 4-Monatshoch. Doch dieses Niveau hielt nicht lange. Höher als erwartete Inflationsdaten aus den USA für September ließen den US-Dollar steigen, was wiederum Gold unter Druck setzte. So liegt die Kerninflationsrate mit 1,9 Prozent nur noch knapp unter dem von der Fed angestrebten Zielwert.

Die jüngste Schwächephase des US-Dollar gegenüber den wichtigsten Handelspartnerwährungen hat den Goldpreis lange getragen. Denn ein günstigerer Dollar erhöht die Kaufkraft der Goldnachfrager aus Regionen außerhalb der USA. Eine weitere Erklärung für die Goldpreisentwicklung stellt das anhaltende Zögern der US-Notenbank hinsichtlich der Einleitung der Zinswende und einer ersten Leitzinsanhebung dar.

Zuletzt schwache US-Konjunkturdaten stützen die Einschätzung, dass die Fed sich noch mehr Zeit lassen wird. Im September lagen die Einzelhandelsumsätze klar unter den Erwartungen und die Produzentenpreise verzeichneten den stärksten Rückgang bislang in diesem Jahr. Daraufhin sind die aus den Fed Fund Futures ablesbaren Erwartungen für eine Zinserhöhung in diesem Jahr auf nur noch 25 Prozent gesunken. Diese Einschätzung könnte den Goldpreis auch noch im weiteren Verlauf dieses Jahres stützen. Die Experten der Deka Bank erwarten auf mittlere Sicht, dass höhere Zinsen und anhaltend niedrige Inflationsraten ohne neue offenen Finanzmarktkrisen zu einem leichten Abwärtstrend des Goldpreises führen sollten.