• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 1.224,250 $/Unze

Washington/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die ungarische Notenbank meldete am Dienstag, dass sie in den letzten Monaten ihre Goldreserven auf 31,50 Tonnen verzehnfacht hat. Damit würde Gold 4,4 Prozent der gesamten ungarischen Währungsreserven ausmachen, was im Einklang mit dem Durchschnitt der anderen Zentralbanken in der Region läge, berichtete die Commerzbank am Mittwoch. Mit den Goldkäufen, darunter auch die Rückführung von Goldreserven aus London nach Budapest, sollen laut der Zentralbank die Währungsreserven und der Wohlstand des Landes abgesichert werden.

Als weiteres EU-Land hat auch Polen kürzlich Goldkäufe gemeldet. Das Land hatte im Juli und August rund neun Tonnen Gold gekauft, berichtete die Commerzbank. Wie der IWF am Mittwoch meldete, hat Polen seine Goldkäufe auch im September fortgesetzt. Demnach sind die Bestände der polnischen Zentralbank um weitere 4,4 Tonnen gestiegen. Neben Polen zählten Kasachstan mit 3,7 Tonnen und die Mongolei mit 3,4 Tonnen im letzten Monat zu den Goldkäufern.

Auf den globalen Goldmarkt und den Goldpreis haben die Käufe aber keine Auswirkungen, da die nachgefragten Mengen zu klein sind. Schwerer wiegen die Verkäufe von Beständen, etwa in von Währungskrisen betroffenen Schwellenländern. So wurden die Goldreserven in der Türkei im September um 104 Tonnen abgebaut, wie die Commerzbank unter Bezug auf IWF-Daten informierte. Laut den Analysten dürften dies aber nicht nur Verkäufe der Zentralbank gewesen sein, sondern auch Geschäftsbanken, dien ihre bei der Zentralbank gehaltenen Goldbestände reduziert haben. Für Argentinien meldete der IWF ebenfalls niedrigere Bestände. Beide Länder sehen sich gerade wegen selbst verschuldeter Probleme einer Währungskrise gegenüber.