• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 2.029,73999 $/oz.

Was hoch steigt, fällt auch irgendwann wieder. Die Frage ist nur, wann. Gold und Silber befinden sich in einer Entwicklung wie 2008-2011. Erst kam die Finanzkrise, dann die Geldschwemme und die Angst vor Inflation. Im Vergleich zu damals läuft heute alles sehr viel schneller ab. Nur weil die Entwicklung damals Jahre dauerte, muss das diesmal nicht wieder so sein. Wir befinden uns schon in einem fortgeschrittenen Stadium. Der letzte Teil einer Spekulationsblase verläuft besonders explosiv. Viele werden jetzt einwenden, dass vieles für Gold und Silber spricht. Das tat es auch damals. Trotzdem kam es zu einem jahrelangen Bärenmarkt. Der Goldpreis erreichte im August 2011 sein Hoch. Damals konnte man folgende Schlagzeilen lesen...

- Goldpreis wird weiter steigen (6. August)
- Gold jetzt nicht verkaufen (8. August)
- 25 Gründe Gold zu kaufen und Dollar zu verkaufen (19. Juli)
- Geldautomat für Gold geht an den Start (30. Juni)
- Wird der Goldpreis nach unten manipuliert? (13. September)
- Bullenmarkt könnte noch 20 Jahre anhalten mit Zielen von 12.000 (12. September)

Wenn die ganze Welt auf die Preisentwicklung aufmerksam wird, ist der Trend bereits weit fortgeschritten. Die derzeitige Bewegung ist zwar noch nicht alt, aber schon jetzt liest man wieder Schlagzeilen, insbesondere immer höhere Kursziele, die an eine Blase erinnern:

- Bank of America hebt Kursziel auf 3.000 an
- Goldpreis erreicht 2.000, kommt 3.000 als nächstes?
- Ich kaufe Gold und werde weiter kaufen
- Große Kaufgelegenheit bei Gold

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Gold

Bei Spekulationsblasen weiß man nie, wann sie enden. Wir wissen nur, dass sie enden werden. Timing ist so gut wie unmöglich. Zu bestimmen, wo sie enden (Kurzniveau), ist fast genauso aussichtslos. Gerade bei Silber dauert die Bewegung erst seit sechs Wochen an. Wäre sie nun bereits wieder vorbei, wäre es wohl der kürzeste Spekulationsexzess der Geschichte.

Persönlich kann ich mir vorstellen, dass es nach einem Rücksetzer auch wieder weiter nach oben geht. Die Endphase einer Spekulationsblase ist hochvolatil. An einem Tag geht es um 7 % nach oben, am nächsten um 4 % nach unten. So schwankungsintensiv ist die Bewegung selbst bei Silber noch nicht.

Bei einem beschleunigten Aufwärtstrend oder wie bei Silber ein parabolischer Anstieg ist vor allem eines wichtig. Man darf sich von angeblich stichhaltigen Argumenten nicht blenden lassen. Man kann viel über die Geldschwemme und folgende Inflation lesen. Das sollte man ebenso ignorieren wie die Tatsache, dass Notenbanken wieder Gold kaufen, nachdem sie jahrelang verkauft haben (Grafiken 1 und 2).

Stattdessen sollte man die Bewegung nicht versuchen, irgendwie rational zu rechtfertigen, sondern sie als das ansehen, was sie ist: eine Spekulationsblase. Weder Fundamentaldaten noch sonst etwas rechtfertigen eine solche Bewegung. Es ist einfach nur Momentum. Das hat inzwischen schon dazu geführt, dass ETFs nach den USA die größten Reserven angehäuft haben (Grafik 3).

Kurz zusammengefasst: Edelmetalle sind in einer Übertreibungsphase. Keiner weiß, wie lange das anhält und ab welchem Kursniveau es wieder permanent nach unten geht. Wer versucht die Bewegung durch Argumente wie Geldschwemme zu begründen, verpasst mit hoher Wahrscheinlichkeit den rechtzeitigen Absprung. Der Kurs fällt, man glaubt aber, dass es wieder bergauf geht, es gibt ja Argumente...

Clemens Schmale


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