• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 1.390,750 $/Unze

London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der Goldpreis hat starke Wochen hinter sich. Auch wenn er seit Donnerstag vergangener Woche eine Atempause macht und wieder unter die 1.400 Dollar-Marke abrutschte, hat er doch erst vor wenigen Handelstagen noch den höchsten Stand seit mehr als sechs Jahren markiert. Der Preisanstieg im Juni hat mit fast acht Prozent auf der Liste der besten Monate für Gold Platz 43 eingenommen. Im Zeithorizont von mehr als 50 Jahren ist dies ein beachtlicher Erfolg.

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Für Goldanleger und solche, die es werden wollen, stellt sich nach dem zuletzt positiven Verlauf die Frage, wie es mit der Preisentwicklung weitergeht. Viele Experten erwarten eine Fortsetzung der Rally. „Bei Gold haben sich die Perspektiven aufgrund der neuen Ausrichtung der Notenbankpolitik deutlich aufgehellt“, schreibt Dora Borbély, Rohstoffexpertin bei der DekaBank. „Zinserhöhungen sind in weite Ferne gerückt, davon profitiert Gold“. Die zinslose Goldhaltung dürfte auf absehbare Zeit im Vergleich zu Geldanlageformen mit laufenden Erträgen relativ an Attraktivität gewonnen haben. „Auf Sicht der kommenden Monate könnten zudem die Unsicherheit bezüglich des Handelskonflikts und die Abschwächung der Weltwirtschaft jederzeit zu stärkeren Goldpreisanstiegen führen“, erwartet Borbély.

Die Investmentbank Goldman Sachs hatte schon Anfang des Jahres einen Anstieg des Preises zumindest bis auf 1.425 Dollar vorhergesagt und sich damit von den Prognosen anderer Banken abgehoben. Laut einer aktuellen Studie erwartet Goldman jetzt einen noch höheren Goldpreis innerhalb der nächsten zwölf Monate von 1.475 Dollar. Investoren würden von Rezessionsängsten und den fallenden Realzinsen in den USA getrieben, erklärten die Goldman-Analysten.

Das X-Markets-Team der Deutschen Bank argumentiert zurückhaltender. Es sei schon bemerkenswert, dass sowohl Aktien als auch Gold derzeit gefragt seien. Wenn der Ausblick nach einer möglichen Entspannung im transpazifischen Handelskonflikt wieder etwas aufgehellter sei, könne das den Goldpreis drücken.

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