• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 1.801,27000 $/oz.

London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der Preis für das gelbe Edelmetall hat es sich bei der Marke von 1.800 Dollar je Feinunze gemütlich gemacht. Aus Sicht von Marktbeobachtern mangelt es an neuen Impulsen, die den Preis weiter nach oben treiben könnten. Andererseits stützen die gesunkenen US-Realzinsen, also die Nominalzinsen abzüglich der erwarteten Inflation.

Doch in den Preis könnte nun Bewegung kommen - und zwar von Seiten eines altbekannten Helfers: Laut einer Studie des World Gold Council planen 20 Prozent aller Zentralbanken weltweit, im nächsten Jahr ihre Goldbestände zu erhöhen, wie die Postbank berichtet. So hätten aktuell die Währungshüter Serbiens verkündet, die Reserven von rund 36 auf 50 Tonnen aufstocken zu wollen, ebenso wolle die Notenbank Ghanas verstärkt Käufe tätigen.

Im Juni sind laut WGC bereits mehr als 56 Tonnen Gold neu in Tresoren der Zentralbanken hinzugekommen; besonders Thailand und die Türkei waren in Kauflaune. „Die Nachfrage von Notenbanken allein dürfte den Goldpreis nicht signifikant steigen lassen, möglicherweise aber allzu starke Rücksetzer verhindern“, erwartet die Postbank. Entscheidend für die Preisentwicklung bleibe die Entwicklung der Realzinsen und des US-Dollar.

Nach Einschätzung der Commerzbank könnten die die US-Inflationsdaten morgen neue Impulse liefern. Diese dürften für Juni einen erneut kräftigen Anstieg der Verbraucherpreise zeigen. Auch könnte die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel erstmals seit 1991 auf vier Prozent steigen. Dadurch könnte die Rolle von Gold als Inflationsschutz noch einmal stärker in das Bewusstsein der Marktteilnehmer rücken, so die Frankfurter Fachleute. „Dies gilt zumindest solange, wie nicht gleichzeitig die Zinserhöhungserwartungen an die Fed ebenfalls zunehmen“.

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