Im Schatten der Aktienrally ist der vermeintlich sichere Hafen Gold stark unter die Räder gekommen. Aber auch im direkten Vergleich zu den anderen Edelmetallen, vor allem Platin und Palladium, sieht es eher düster aus.

    Die Aktienmärkte sind in den letzten Tagen deutlich zurückgekommen – kein Wunder nach der Euphoriewelle, die die Börsen nach dem reihenweisen Übertreffen der Allzeithochs überrollt hatte. Alles in allem ist dies jedoch als eine reguläre und gesunde Korrektur nach einem massiven länder- und branchenübergreifenden Kaufimpuls zu werten. Von Trendwende keine Spur.

    Gold hat seinen vermeintlichen Nimbus als krisenresistenter Performancebringer vorübergehend eingebüßt

    Im Gegensatz zu den Aktienmärkten hat Gold dagegen im selben Zeitraum vom Glanz des Renditegaranten der vergangenen Jahre einiges eingebüßt. Denn mit einem bärischen Paukenschlag endete im April dieses Jahres eine mittelfristige Seitwärtsphase beim Goldpreis, indem die essentielle Unterstützung bei $ 1.522,40 einem massiven Ausverkauf zum Opfer fiel.

    Das somit bei Gold ausgelöste große, langfristige Verkaufsignal sorgte für einen dynamischen Kurseinbruch bis $1.321,22, dem zunächst eine ebenso steile Erholung bis $1.475,00 folgte. Von dort setzte das Edelmetall ein weiteres Mal zurück und tendiert aktuell über der Haltemarke bei $1.380,00 seitwärts.

    Edelmetalle im Vergleich - Gold ist ein Underperformer

    Parallel zu Gold durchbrach der kollektive Ansturm der Verkäufer zu diesem Zeitpunkt auch wichtige Unterstützungen bei den anderen Edelmetallen. Mit Blick auf den einjährigen Performancechart aller vier Edelmetalle (erstellt mit unserer Analyse- und Investmentplattform www.guidants.com) ist allerdings zu erkennen, dass die beiden Majoredelmetalle mittlerweile nicht nur im Vergleich zu den Aktienmärkten underperformen, sondern auch im Vergleich zu Platin und Palladium. Die beiden „Kleinen“ haben sich wieder stabilisieren können und im Falle von Palladium bereits die Hochs vor dem Abverkauf im Visier. Allein deshalb lohnt es sich, die beiden Edelmetalle als interessante Investments im Auge zu behalten.

    Die Schwäche bei Gold könnte sich fortsetzen – aber wie weit?

    Zurück zum Goldpreis: Sollte die Unterstützung bei $1.373,40 im weiteren Verlauf durchbrochen werden, droht bereits ein erneuter Rückfall bis $1.321,22. Hier entscheidet sich ein weiteres Mal der mittelfristige Verlauf des Wertes. Sollte diese Marke nicht verteidigt und zu einer nachhaltigen Bodenbildung genutzt werden können, sind weitere Verluste bis $1.265,00 und darunter auf $1.218,00 die Folge. Ein solcher Kurseinbruch dürfte nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Schwäche ähnlich rasch und dynamisch verlaufen, wie der Minicrash im April. Auf der anderen Seite würde erst ein dynamischer Anstieg über den Widerstand bei $1.475,00 die Gefahr weiterer Kursverluste bannen und zu einer kurzfristigen Erholung bis $1.550,00 führen.

    Von einer solch bullishen Entwicklung sind wir aktuell jedoch weit entfernt.Weiterhin überwiegen die bärischen Kräfte deutlich. Aufgrund der aktuellen Nähe zu den genannten wichtigen Unterstützungen und dem derzeit wieder aufkommenden Abgabedruck, dürften die kommenden Tage am Edelmetallmarkt möglicherweise zu den spannendsten des noch jungen und turbulenten Jahres werden.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein ruhiges Wochenende und eine erfolgreiche Handelswoche.

    Ihr Thomas May

    Charttechnischer Analyst und Redaktionsleiter bei www.godmode-trader.de


    Gold - ISIN: XC0009655157

    Kursstand $1.388,00

    Kursverlauf vom 28.11.2012 bis 07.06.2013 (log. Kerzenchartdarstellung/ 1 Kerze = 1 Tag)

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

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