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    Gold bleibt als werterhaltende Anlage beliebt und selten war das Thema so aktuell wie jetzt. Das liegt nicht etwa an der hohen Volatilität des Aktienmarktes, sondern an einem ganz anderen Umstand. Der Welt geht Gold nämlich so langsam aus.

    Keiner weiß ganz genau, wie viel Gold in der Menschheitsgeschichte aus dem Boden geholt wurde. Es dürften aber ca. 190.000 Tonnen gewesen sein. Dieses Gold hat einen Marktwert von gut 7 Billionen Dollar. Das klingt zunächst nach einer beeindruckenden Zahl, doch im Verhältnis zur Weltwirtschaftsleistung oder dem weltweiten Vermögen ist es nicht viel.

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    Gold

    Der Wert von Gold macht weniger als 10 % der jährlichen Weltwirtschaftsleistung aus. Relativ zum Gesamtvermögen von über 300 Billionen Dollar sind es sogar nur etwas mehr als 2 % (Grafik 1). Im historischen Vergleich ist das weder besonders wenig, noch besonders viel. Während der Spekulationsblase um 1980 machte Gold einmal fast 20 % der globalen Wirtschaftsleistung aus. Im Bärenmarkt bis 2000 waren es auch einmal weniger als 5 %.


    Auch in den nächsten Jahren wird der Prozentsatz schwanken. Wirklich wichtig ist aber vor allem, was mittel- und langfristig geschieht. Seit Menschengedenken wird Gold geschürft. Ein Großteil des heute bereits geschürften Goldes wurde im 20. Jahrhundert gefördert. Bis 1900 wurden geschätzte 30.000 Tonnen gefördert. Im 20. Jahrhundert waren es 110.000 Tonnen und im 21. Jahrhundert bisher 50.000 Tonnen (Grafik 2).

    Der Goldbestand wuchs immer schön weiter und hielt bis zu einem gewissen Grad mit dem Vermögen und höheren Wirtschaftsleistung mit. Das hat allerdings „demnächst“ ein Ende. Laut US Geological Survey können nur noch ungefähr 57.000 Tonnen gefördert werden. Bei der heutigen Produktionsmenge ist dann in weniger als 20 Jahren Schluss.

    Die Mengen, die aus dem Boden geholt werden, werden in den kommenden Jahren sinken. Es wird daher nicht so schnell zu einem Produktionsstopp kommen. Die jährliche Menge wird allerdings deutlich sinken. Bleibt die Nachfrage hingegen konstant, ergibt sich vermutlich Ende der 20er Jahre ein massives Golddefizit.

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    So stark wie die Produktionsmengen sinken werden, kann man vereinfacht sagen, dass es Ende der 30er Jahre keinen Nachschub mehr geben wird. Immer mehr Menschen, eine immer höhere Wirtschaftsleistung und höheres Vermögen stehen einer konstanten Menge Gold gegenüber.

    Das muss nicht automatisch bedeuten, dass sich der Goldpreis sofort vervielfacht. Besteht einfach kein Interesse an Gold, bewegt sich der Preis auch nicht. Das ist allerdings unwahrscheinlich. Gold bleibt trotz aller Unkenrufe eine interessante Anlage. Schon mehrfach wurde Gold der Untergang prophezeit, ganz nach dem Motto: Bitcoins sind das neue Gold. Soso.

    Wenn erst einmal bemerkt wird, dass der Nachschub an Gold dem Ende entgegengeht, kann man sich ansatzweise vorstellen, was für einen Run es auf das Edelmetall geben wird. Das wird ein nie dagewesener Boom. Der beginnt nicht heute und nicht morgen. Es ist ein langfristiges Szenario. Man kann aber gerade jetzt Gold recht günstig kaufen. Wer langfristig orientiert ist, sammelt vor Beginn der Knappheit Gold auf.

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