New York (Godmode-Trader.de) - Chinas Wirtschaft wird laut der jüngsten Prognose von Goldman Sachs im ersten Quartal vor dem Hintergrund der Corona-Krise eine Schrumpfung von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Zuvor war man von einem Wachstum von 2,5 Prozent ausgegangen.
Am Montag hatten die Chinesen Aktivitätsdaten für die Monate Januar und Februar veröffentlicht, die noch nie dagewesene Einbrüche zeigten. Einzelhandelsumsätze, Industrieproduktion und Investitionsdaten waren im Berichtszeitraum weitaus heftiger als erwartet zurückgegangen.

Einen Tag nach Veröffentlichung dieser Daten revidierte die US-Investmentbank ihre Prognosen für China. Im Gesamtjahr 2020 erwarten die Analysten nur ein Wachstum von 3,0 Prozent nach 5,5 Prozent im Vorjahr. Ein Jahreswachstum von etwa 6 Prozent, das die Führung in Peking im Vorfeld der Krise noch anstrebte, sei „weit außerhalb jeglicher Reichweite", schrieben die Ökonomen Hui Shan, Andrew Tilton und Yu Song in ihrem Konjunkturbericht. „Während eine energischere Unterstützung der Politik die Wirtschaftsleistung heben könnte, dürfte sich die Erholung weiter verzögern, wenn die Pandemie in den nächsten Monaten nicht weltweit unter Kontrolle gebracht wird".

Der schwache globale Hintergrund (das Virus verbreitet sich aktuell vor allem in Europa) bedeutet, dass „die Erholung der chinesischen Wirtschaftstätigkeit wahrscheinlich eingeschränkt bleiben wird“, heißt es von den Goldman Sachs-Autoren.