• Gold in Euro - Kürzel: XAUEUR - ISIN:
    Börse: JFD Bank / Kursstand: 1.379,68 €

London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der Goldpreis hat am Montag den höchsten Stand in seiner Geschichte erreicht und den alten Rekordstand aus dem Oktober 2012 überboten - in Euro gerechnet! Eine Feinunze kostete zeitweise über 1.393 Euro und damit so viel wie noch nie. Die alte Bestmarke lag bei 1.386 Euro. Am Dienstag wird das Edelmetall wieder einige Euro tiefer bei 1.379 je Feinunze gehandelt. Dennoch ist die runde Schwelle von 1.400 Euro je Unze noch in unmittelbarer Reichweite.

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Gold in Euro

In Dollar gerechnet hat Gold zu neuen Bestmarken noch eine weite Wegstrecke zu meistern. Hier liegt der Preis aktuell bei 1.530 Dollar und damit weiterhin in der Nähe des zuletzt erreichten Sechs-Jahres-Hochs. Der Rekord in Dollar aber stammt aus dem September 2011 und lag bei 1.921 Dollar je Unze.

Dass die Goldpreise in Euro und Dollar derzeit so einen großen Spread aufweisen, liegt am Wechselkurs, sagte der Devisenfachmann der Helaba Christian Apelt im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". „Beim Goldpreis-Hoch in Dollar 2011 schwankte der Euro-Dollar-Kurs um 1,40 Dollar je Euro, bei den heutigen Kursen um 1,11 sind wir davon weit entfernt, so dass der Wechselkurs den Unterschied zwischen dem Goldhoch in Euro und dem in Dollar erklärt.“

Das gelbe Metall profitiert derzeit von seiner Rolle als „sicherer Hafen“. Am Freitag hatte sich der Handelskonflikt USA/China noch gefährlich zugespitzt. Zu Wochenbeginn kam es zwar zu einer Entspannung, doch ist dies nur eine Momentaufnahme. Die Unberechenbarkeit eines Donald Trump oder auch die bröckelnde Geduld der Chinesen mit der launigen US-Regierung bleiben als Unsicherheitsfaktoren den Märkten „erhalten“, so dass aktuell von einer schwelenden Krise gesprochen werden kann, was die Edelmetalle für Anleger weiter attraktiv erscheinen lässt.

Nach Einschätzung der Commerzbank bleibt der Aufwärtstrend von Gold ungebrochen. Insbesondere die lockere Geldpolitik der Zentralbanken sollte die Nachfrage nach Gold als wertstabile Anlage hoch halten. Und sowohl die EZB als auch die Fed dürften ihre Geldpolitik auf den Sitzungen am 12. bzw. 18. September noch expansiver gestalten, schrieb Analyst Daniel Briesemann in seiner täglichen Rohstoffkolumne.