München (BoerseGo.de) – Der Goldpreis weitet am Mittwoch seine jüngsten Verluste aus und hat bei 1.173,75 US-Dollar je Feinunze ein Wochentief erreicht. Im Fokus für den Handel mit dem Edelmetall stehen weiterhin die Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern sowie die bevorstehende Zinswende in den USA.

    Bis heute Abend wollen die Experten der EU-Kommission, der EZB und des IWF die neuen Reformvorschläge des griechischen Premiers Tsipras bewerten. Bis zum morgigen Donnerstag soll sich Griechenland mit den Euro-Partnern auf Sparmaßnahmen einigen. Fast acht Milliarden dürften diese die Griechen kosten. Premier Tsipras steht in Athen deshalb unter schwerem Druck. Er muss den linken Flügel seiner Partei überzeugen, für das neue Sparprogramm zu stimmen und das Wahlversprechen aufgeben, es werde keine weiteren Sparrunden geben.

    Der Gouverneur der Federal Reserve Bank (Fed) Jerome Powell erklärte am Dienstag, er sehe eine 50:50-Chance, dass es bei dem Notenbanktreffen der Fed im September zu einer ersten Zinsanhebung komme. Er könne sich vorstellen, dass die Bedingungen für eine Zinsanhebung im September gegeben seien und dass es im Dezember bereits zu einer zweiten Zinsanhebung komme, so Powell.

    Die US-Wirtschaftsdaten am Dienstagnachmittag fielen derweil gemischt aus. Während die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter im Mai mit einem Rückgang um 1,8 Prozent im Monatsvergleich enttäuschten (Konsens minus 0,5 Prozent, nach minus 1,0 Prozent), kletterten die Neubautenverkäufe im Mai auf ein Siebenjahreshoch bei 546.000 (erwartet 520.000, nach 534.000).

    Gute US-Wirtschaftsdaten und steigende US-Zinsen gelten als negativ für den Goldpreis, da sie die Attraktivität des zinslosen Edelmetalls schmälern.