Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die jüngsten Turbulenzen an den globalen Aktienmärkten sowie der deutliche Rückgang der US-Treasury-Renditen boten dem Goldpreis in den vergangenen Wochen nach den Worten von Dora Borbély, Rohstoffanalystin bei der Deka Bank, „ein sehr fruchtbares Feld“. Die Rentenmärkte hätten auf die vorsichtigen Äußerungen der US-Notenbank Fed reagiert, indem sie ihre Leitzinserwartungen für das kommende Jahr nach unten anpassten. „Fallende Renditen reduzieren bekanntermaßen die Opportunitätskosten der zinslosen Goldhaltung, was sich in einer Verteuerung von Gold widerspiegelte“, so Borbély.

    Beim etwas weiteren Blick in die Zukunft sieht die Expertin für 2020 den zyklischen Höhepunkt der US-Leitzinsen, und „es erscheinen erste Leitzinssenkungen am Horizont“. Daher dürfte der Goldpreis im Jahr 2019 noch leicht nachgeben, bevor er 2020 infolge der absehbaren Zinsrückgänge wieder ansteigen sollte. „Für das Jahr 2020 erwarten wir, dass die US-Notenbank erste Leitzinssenkungen ins Visier nimmt, was am Goldmarkt mit einem zeitlichen Vorlauf zu leicht steigenden Goldpreisen beitragen dürfte“, prognostiziert die Expertin. Zugleich bleibe die politische Unsicherheit weiterhin recht hoch, was jederzeit für stärkere Preisschwankungen sorgen könne. Auf lange Sicht sei dem Goldpreis aber nicht viel mehr als ein Inflationsausgleich zuzutrauen.