Der DAX bleibt heute hinter den US-Börsen zurück: Nach einem Anstieg von rund 1.000 Punkten innerhalb von nur sieben Handelstagen muss das deutsche Aktienbarometer leicht zurückstecken. Die US-Börsen hingegen entwickeln sich heute zunächst uneinheitlich.

    Auf der Agenda von US-Investoren stehen frische Daten zu Verbraucherpreisen, Wohnungsbaubeginnen und dem Index zum Verbrauchervertrauen der Universität Michigan. Anleger begutachten die Zahlen genau, tragen sie doch ihren Teil zu der offensichtlich noch in diesem Jahr bevorstehenden Leitzinserhöhung der Fed bei: Gestern und vorgestern hatte die Fed-Chefin Janet Yellen eine erste Anhebung seit 2008 noch im laufenden Jahr in Aussicht gestellt und betont, dass man mit einer Erhöhung nicht zu lange zögern wolle.

    Für viel Gesprächsstoff bei den Investoren sorgt heute die Aktie von Google: Nachbörslich wurden gestern die Quartalszahlen des Suchmaschinenbetreibers veröffentlicht. Google lag im zweiten Quartal bei Umsatz und Gewinn gut auf Kurs und hat zugleich mehr verdient als von Analysten erwartet. Die Aktie verteuerte sich daraufhin vorbörslich um rund 50 Dollar. Direkt nach Handelseröffnung kann sie nochmals um atemberaubende 13,85% auf 685 US-Dollar zulegen.

    Auch der US-Mischkonzern General Electric liegt im zweiten Quartal über den Erwartungen. Dazu trug auch das Gewinnwachstum im Industriegeschäft bei. Die Aktie kommt allerdings kaum vom Fleck.

    In der ersten Stunde nach Handelsbeginn gibt der Dow Jones Index um 0,36% auf 18.056 Punkte ab. Der S&P notiert mit -0,06% bei 2.123 Punkten leicht im Minus. Der Nasdaq 100 hingegen legt auf 4.632 Punkte zu (+0,82%).

    Die Ölpreise setzen zurück: WTI notiert bei 50,75 US-Dollar (-1,01%). Brent rutscht um -0,68% auf 56,63 US-Dollar ab. Gold verliert ebenfalls: Der Preis reduziert sich um 0,78% auf 1.136 US-Dollar.

    Der Dollar erstarkt weiter und schickt den Euro unter die Marke von 1,09 (-0,20%).

    US-Realeinkommen sinken

    Die Realeinkommen in den USA sind im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent gefallen. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, war im Mai ein Rückgang um 0,2 Prozent zu verzeichnen. Das durchschnittliche Wocheneinkommen betrug den Angaben der Behörde zufolge im Juni saison- und inflationsbereinigt 362,00 US-Dollar nach 363,15 Dollar im Vormonat.

    US-Baubeginne steigen im Juni kräftig

    Die Baubeginne in den USA sind im Juni kräftig gestiegen, was darauf deutet, dass der Markt wieder stärker in Schwung kommt. Die Zahl der ersten Spatenstiche in den USA sprang im Vergleich zum Vormonat um 9,8 Prozent auf den Jahreswert von 1,174 Millionen.

    GE legt bessere Zahlen als erwartet vor

    Der US-Industriekonzern General Electric (GE) hat im zweiten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Dazu trug auch das Gewinnwachstum im Industriegeschäft bei. Der Umsatz im Industriegeschäft stagnierte in den drei Monaten per Ende Juni zwar bei 26,9 Milliarden US-Dollar, der operative Gewinn der Sparte stieg aber um 5 Prozent.

    Google übertrifft Analystenschätzungen

    Google übertrifft im zweiten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 6,99 US-Dollar die Analystenschätzungen von 6,70 US-Dollar. Umsatz mit 17,73 Milliarden US-Dollar im Rahmen der Erwartungen.