Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis schließt einen Austritt des Landes aus der Eurozone offenbar nicht mehr aus. Die von den Gläubigern geforderten Sparmaßnahmen böten keine Lösung der Finanzkrise, sondern seien eine Erniedrigung der Griechen, sagte er während einer Rede auf der Insel Kreta. Die Gläubiger forderten diejenigen Bürger finanziell zu belasten, die bereits schwer von der Krise getroffen seien.

Varoufakis kündigte an, weiterhin "logische Gegenvorschläge" zu machen. Aber wenn es drauf ankomme, dürfe Athen einen Bruch nicht ausschließen. "Wenn sie (die Gläubiger) unsere Erniedrigung wollen, dann werden sie die Auflösung Europas ertragen müssen", sagte Varoufakis.

Die Partner in Europa und vor allem der IWF bestehen vor allem auf Rentenkürzungen und eine höhere Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, Strom und Wasser. Das seien Maßnahmen, die Griechenland nicht durchführen wolle, könne und werde, sagte auch Theodoros Paraskevopoulos, ein Wirtschaftsberater der Linkspartei Syriza und ergänzte: "Das ist unverhandelbar".